- 23.09.2004, 11:47:50
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Obmann des österreichischen Blumengroßhandels ist neuer Präsident der "Union-Fleurs"
Emil Steffek steht dem Weltverband des Blumengroßhandels für die nächsten 2 Jahre vor - Österreich mit 44 (Schnittblumen) und 34 Euro (Topfpflanzen) pro Kopf und Jahr über dem Europa-Durchschnitt
Wien (PWK649) - Die Mitglieder von "Union- Fleurs", der weltweiten
Organisation des Blumengroßhandels, haben bei der Generalversammlung,
die jüngst in Budapest stattgefunden hat, Komm. Rat Emil Steffek, den
Obmann des Fachausschusses des Blumengroßhandels im allgemeinen
Bundesgremium der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), zum neuen
Präsidenten gewählt.
Damit gelangt ein Vertreter eines Landes, in dem gerne Blumen gekauft
und allenfalls verschenkt werden, an die Spitze des
Blumengroßhandels-Weltverbandes: Im europäischen Vergleich sind Herr
und Frau Österreicher nämlich, wenn’s um den Erwerb von Blumen geht,
nicht knauserig: Im Durchschnitt werden pro Kopf und Jahr für
Schnittblumen 44 Euro, für Topf- und andere Pflanzen 34 Euro
ausgegeben. Damit sind die Ausgaben für Blühendes in Österreich höher
als jene in Deutschland (38 Euro/Jahr und Person für Schnittblumen,
46 Euro für Topf- und Gartenpflanzen) und Italien (33 und 10 Euro).
Am tiefsten greifen die Schweizerinnen und Schweizer ins Börsel und
investieren jährlich durchschnittlich 94 Euro in Schnittblumen und 42
Euro in Topf- und Gartenpflanzen. Am wenigsten für Blumen ausgegeben
wird mit 3 bzw. 1 Euro in Russland. Der europäische Durchschnitt pro
Kopf und Jahr beträgt 25 Euro für Schnittblumen und 16 Euro für Topf-
und Gartenpflanzen.
Neo-Präsident Steffek zu den Schwerpunkten und Anliegen der
"Union-Fleurs" in den kommenden mindestens zwei Jahren seiner
Präsidentschaft: "Vor allem liegen mir eine den Interessen des
Blumenhandels entsprechende Gestaltung der handelspolitischen
Regelungen sowie die Umsetzung des Programmes ‚Fair Flowers and
Plants’ am Herzen." Die "Union-Fleur" führt das im Fachjargon so
genannte Flower Labeling durch: Das bedeutet Überprüfung und daraus
resultierend Kennzeichnung von fair produzierten und gehandelten
Pflanzen. Damit sollen Konsumenten sicher sein können, Blumen zu
erwerben, die unter fairen Arbeits- und Umweltbedingungen hergestellt
wurden.
Die Mitgliedsländer der "Union-Fleurs" repräsentieren mit einem
Gesamtumsatz von 1,4 Millionen Tonnen Schnittblumen und mehr als 1
Millionen Tonnen Zierpflanzen einen überwiegenden Teil des
Weltmarktes. Weltweit werden jährlich Schnittblumen und Topfpflanzen
im Wert von 60 Milliarden Euro pro Jahr erzeugt (Quelle:
Statistisches Jahrbuch der "Union-Fleurs"). Auf die Produktion in
Europa entfallen davon Schnittblumen und Topfpflanzen im Wert von 9,9
Milliarden. (JR)
OTS0124 2004-09-23/11:47
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