• 23.09.2004, 08:30:16
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"Neuer" Wasserfall und Biotope werten Botanischen Garten auf

Eröffnung durch LH Haider - Viel Eigenleistungen - Absage an Klagenfurts Begehrlichkeit

Klagenfurt (LPD) - Der Botanische Garten im Kärntner
Botanikzentrum in Klagenfurt ist seit gestern, Mittwoch, um eine
Attraktion reicher: ein Wasserfall wurde im Rahmen einer Feier durch
den zuständigen Kulturreferent Landeshauptmann Jörg Haider in Betrieb
genommen. Der Direktor des Landesmuseums, Friedrich Leitner, und der
Leiter des Botanikzentrums, Roland Eberwein, zeigten sich über die
"wasserreiche" Aufwertung des Botanischen Gartens sehr erfreut. Viel
Eigenleistungen seien erbracht worden, so Eberwein. Unter den vielen
Gästen und Zuschauern befanden sich auch Vizebürgermeister Mario
Canori und Kulturabteilungschefin Erika Napetschnig.

Möglich gemacht wurde der Wasserfall dadurch, dass über eine 150 m
lange Druckleitung Teichwasser zum oberen Rand einer durch
Bergbautätigkeit entstandenen Felswand im Botanischen Garten gepumpt
wird. Den Besuchern soll der Weg des Wassers vom tosenden Wasserfall
im Gebirge, schnell plätschernd über Kaskaden und durch Schutt, träge
fließend im Fluss bis zum stehenden (Still)Gewässer (Teiche) gezeigt
werden. Die wiederhergestellten bzw. vergrößerten Feuchtbiotope im
Botanischen Garten sind ein Refugium für bedrohte Pflanzenarten und
Lebensräume für seltene Tiere. Führungen und Schulprojekte sollen
künftig zu diesen Themen stattfinden. Tipps, wie man mit
Feuchtbiotopen richtig umgeht, gab Seenforscher Universitätsprofessor
Hans Sampl.

Wie der Landeshauptmann sagte, habe eine von ihm vorgenommene
Besichtigung ergeben, dass der Botanische Garten durch das Element
Wasser aufgewertet werden sollte, gerade auch im Hinblick auf das
Kärntner Aktionsprogramm "Kärnten. wasser.reich". Das Thema Wasser
sollte auch für die Besucher des Botanischen Gartens, darunter viele
Schüler, eine Rolle spielen. Klagenfurt habe außerdem ein begieriges
Auge auf den Botanischen Garten gehabt, daher habe man mit dem
Wasserfall ein kräftigen Wasserzeichen dagegen gesetzt und somit
sichergestellt, dass Klagenfurt nicht mehr länger darauf begierig
sei, erinnerte der Landeshauptmann.

Mit der Wiederherstellung bzw. Neukonzipierung der Fließ- und
Stillwasserlandschaft im Botanischen Garten wurde im Herbst 2003
begonnen. Ausführende Firmen waren Mattuschka (Planung, Teichbau) und
Garvens (Pumpanlage). Die Kosten wurden mit 35.000 Euro angegeben und
von der Kulturabteilung des Landes aufgebracht. Das Botanikzentrum
mit dem Botanischen Garten (Prof. Dr. Kahler-Platz 1, 9020
Klagenfurt) ist eine Außenstelle des Landesmuseums Kärnten. Das
Botanikzentrum ist von Mai bis September täglich von 9 bis 18 Uhr und
von Oktober bis April von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 9 bis
16 Uhr geöffnet. Näheres auch im Internet unter:

OTS0011    2004-09-23/08:30

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