Mühlwerth: 2700 Schulen und nur ein einziger Fachinspektor für islamischen Religionsunterricht

Wien (OTS) - Wien, 2004-09-22 (fpd) - "Ausgerechnet Türken warnen davor, dass Österreichs Schulen als Brutstätte des Terrors missbraucht werden", reagierte heute die Vizepräsidentin des Stadtschulrats für Wien, Monika Mühlwerth, auf einen Bericht in der heutigen Ausgabe der "Presse".

"Die Freiheitlichen haben schon lange davor gewarnt", so Mühlwerth, "dass der Religionsunterricht der staatlichen Kontrolle entzogen ist". Schon vor einem Jahr hat das Magazin "Profil" vor fundamentalistischen Strömungen im islamischen Religionsunterricht gewarnt. Der Präsident der islamischen Glaubensgemeinschaft hat sich daraufhin in Beschwichtigungen ergangen und damit war das Kapitel abgeschlossen.

Die Vizepräsidentin fordert daher, dass der Staat, der die Religionslehrer ja auch bezahlt, auch ein Recht haben müsse, die Inhalte des Unterrichts soweit zu prüfen, dass fundamentalistische und gegen den demokratischen Rechtsstaat gerichtete Propaganda unterbunden werden kann und muss.

Dass es bei 2700 Schulen, an denen islamischer Religionsunterricht stattfindet, nur einen einzigen Fachinspektor, nämlich den Präsidenten selbst gibt, hält Mühlwerth für einen unzumutbaren Zustand. "Es ist tatsächlich unmöglich eine solche Vielzahl an Schulen zu kontrollieren und ich will dem Präsidenten gerne glauben, dass er gegen jeden Fundamentalismus ist, aber es liegt auch in der Hand der Glaubensgemeinschaft, mehrere Inspektoren zu benennen die darauf achten, dass der Glaube nicht in Konfrontation zum Rechtsstaat steht", so die Vizepräsidentin.

"Die Zuwanderer, die sich in unserem Land niedergelassen haben, sind verpflichtet, sich an die gesellschaftlichen und politischen Bedingungen einer europäischen Demokratie anzupassen", fordert Mühlwerth abschließend. (Schluss)

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