- 21.09.2004, 12:42:51
- /
- OTS0142 OTW0142
Wehsely: Brauchen strukturierten Dialog zum Thema Zuwanderung
Geregelte Zuwanderung ist ein Zukunftsthema
Wien (OTS) - "Geregelte Zuwanderung ist ein Zukunftsthema, das
beweisen sämtliche Studien - vom WIFO bis zur Wirtschaftskammer",
erklärte Integrationsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely Dienstag bei der
Medienkonferenz des Bürgermeisters. Wien sei schon immer eine Region
mit Zuwanderung gewesen, so Wehsely. "Österreich braucht daher auf
Bundesebene eine Kommission nach dem Vorbild der deutschen
Süssmuth-Kommission."****
"Wir brauchen einen strukturierten Dialog zwischen Wissenschaft,
den SozialpartnerInnen sowie Bund, Ländern und Gemeinden, der sich
mit dem Thema Migration befasst und endlich Lösungen anbietet", so
Wehsely. Einer solchen Kommission müsse eine Person von
staatspolitischer Bedeutung mit internationaler Erfahrung vorsitzen.
"Nur mehr oder weniger ist auf jeden Fall zu wenig. Wir müssen
das Thema Zuwanderung vernünftig und geplant organisieren", stellte
Wehsely klar. "Die Zahlen bei saisonalen Arbeitskräften schnellen auf
Grund der Zuwanderungspolitik der Bundesregierung in die Höhe."
"Höchstproblematisch" sei diese Entwicklung bei den
Saison-Kontingentplätzen. Im Jahr 2000 habe es 19.745
Kontingentplätze gegeben, im Jahr 2001 30.921, im Jahr 2002 33.050
und im Jahr 2003 33.911. "Saisonale Arbeitskräfte werden leider hier
von der Bundesregierung für Lohndumping und die De-facto-Abschaffung
gesicherter Arbeitsplätze instrumentalisiert."
Die Schlüsselkräfte-Regelung gelte mit ihrer
Mindesteinkommensgrenze von derzeit monatlich 2070 Euro brutto
zuzüglich Sonderzahlungen in erster Linie für "ManagerInnen und
Sportprofis"! Wehsely: "Jene Arbeitskräfte, die wir unbedingt
brauchen, werden von der so genannten Schlüsselkräfte-Regelung nicht
erfasst. Wir brauchen eine Sonderregelung im Gesundheits- und
Sozialbereich", schloss Wehsely. (Schluss) me
OTS0142 2004-09-21/12:42
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK






