- 19.09.2004, 13:32:18
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Strutz verlangt offiziellen Österreichischen Prostest wegen Sprachengesetz in Slowenien
FPÖ Parteiobmann war Festredner bei Ulrichsbergfeier 2004
Klagenfurt (OTS) - Österreich müsse wegen dem nationalistischen
Sprachengesetz in Slowenien, welches den freien Handel einschränke
und in unglaublicher Weise nicht slowenisch sprechende Europäer
benachteiligt, sowohl gegenüber dem Nachbarn als auch bei den
zuständigen Gremien bei der Europäischen Union, eine Protestnote
deponieren.
Das slowenische Sprachengesetz entspreche nicht dem Grundgedanken
eines friedlichen Europas, welches das Gemeinsame vor das Trennende
stellte, sagte heute der freiheitliche Landesparteiobmann Martin
Strutz im Rahmen seiner Festansprache bei der Ulrichsberg-Feier 2004.
Er vertrat Bundesminister Herbert Haupt, der krankheitsbedingt
absagen musste.
Strutz wandte sich auch gegen jegliche Form, das Thema von
zusätzlichen zweisprachigen Ortstafeln erneut auf die politische
Agenda zu setzen. Es gebe weder eine politische Notwendigkeit noch
sei es der Wille der deutlichen Mehrheit der Bevölkerung aber auch
weite Teile der Slowenenvertretungen, erneut dieses Thema zu
thematisieren, sagte Strutz.
Strutz sagte in seiner Festansprache, dass wir oft auch ein bisschen
vergessen, dass das gemischtsprachige Gebiet im Süden Kärntens, auf
der Grundlage einer demokratischen Volksabstimmung, ebenfalls
gemeinsam mit den deutschsprachigen Gebieten Kärntens als erste der
neuen Republik beigetreten sind. Es ist eine Erkenntnis, dass das
älteste Gemeinwesen auf österreichischen Boden nicht ein homogenes,
ethnisches Land ist, aber ein Land im den Menschen beider Zungen über
Jahrhunderte friedlich zusammengelebt haben und auch nicht wünschen,
dass Kräfte von außen diesen Frieden stören oder diese Einheit in
Frage stellen, so Strutz.
Wir freuen uns, wenn wir bei Feierlichkeiten immer wieder in
Erinnerung rufen können, welch begeistertes Telegramm seinerzeit das
österreichische Parlament nach Klagenfurt geschickt hat, als die
Abstimmung für Österreich entschieden wurde. Wo man uns mitgeteilt
hat, dass man diesen Sieg den Kärntnerinnen und Kärntnern niemals
vergessen werde. Wir hoffen, dass das nicht nur ein Telegramm des
Augenblickes war, sondern die innere Überzeugung der Führung der
Republik, war für Kärnten verdammt. Wir hoffen, dass dieses niemals
vergessen, auch dann erkannt wird und in Erinnerung bleibt, wenn es
darum geht wichtige Verhandlungen mit unserem Nachbarn Slowenien zu
führen, so wie der Ausstieg der Atomenergie bis hin zu einer
entsprechenden rechtlichen Absicherung der Rechte der
Alt-Österreicher in Slowenien oder die Frage des Sprachengesetzes und
der zweisprachigen Ortstafeln, sagte Strutz.
Strutz verwies in seiner Ansprache auf die großzügige Unterstützung,
die Kärnten der Volksgruppe in kultureller, sprachlicher und
finanzieller Hinsicht zukommen hat lassen und sagte: "Wir, die wir
hier in diesen Kärnten leben, haben einen großen Beitrag geleistet um
zu zeigen, dass die Feinde von einst fähig und Willens sind, in einer
friedlichen Form zusammen zu leben und dass die Versprechen der
Kärntner Landesversammlung 1920 vor der Volksabstimmung nicht leeres
Papier sind. Wir appellieren auch an jene, die unsere Nachbarn sind,
nicht wieder die falschen Seiten ihres Geschichtsbuches aufzuschlagen
in denen menschenverachtende Schlüsse aus Zeiten der Diktatur als
Grundlage eines neuen demokratischen Gemeinwesens gesehen werden.
Unsere Aufgabe ist es nicht, die Seiten der alten Geschichten
aufzuschlagen sondern die noch leeren Seiten der Geschichte
aufzuschlagen um neue Kapitel hinzuzufügen. Kapitel des Optimismus,
des positiven Zusammenwirkens des Brücken Schlagens um der
Menschlichkeit zum Durchbruch zu verhelfen. Auf der Grundlage einer
stolzen Geschichte dieses Landes werden die Kärntnerinnen und
Kärntner ihren Beitrag dazu leisten. Wir haben in den vergangen
Jahren und werden es auch in Zukunft beweisen, dass Kärnten in
Wirklichkeit Vorbild sein kann, wie in Europa und in der Welt Friede
gelebt und gesichert werden kann", sagte der freiheitliche
Landesparteiobmann Martin Strutz heute im Rahen der Festansprache zur
Ulrichsbergfeier 2004.
OTS0021 2004-09-19/13:32
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