Strutz verlangt offiziellen Österreichischen Prostest wegen Sprachengesetz in Slowenien

FPÖ Parteiobmann war Festredner bei Ulrichsbergfeier 2004

Klagenfurt (OTS) - Österreich müsse wegen dem nationalistischen Sprachengesetz in Slowenien, welches den freien Handel einschränke und in unglaublicher Weise nicht slowenisch sprechende Europäer benachteiligt, sowohl gegenüber dem Nachbarn als auch bei den zuständigen Gremien bei der Europäischen Union, eine Protestnote deponieren.
Das slowenische Sprachengesetz entspreche nicht dem Grundgedanken eines friedlichen Europas, welches das Gemeinsame vor das Trennende stellte, sagte heute der freiheitliche Landesparteiobmann Martin Strutz im Rahmen seiner Festansprache bei der Ulrichsberg-Feier 2004. Er vertrat Bundesminister Herbert Haupt, der krankheitsbedingt absagen musste.

Strutz wandte sich auch gegen jegliche Form, das Thema von zusätzlichen zweisprachigen Ortstafeln erneut auf die politische Agenda zu setzen. Es gebe weder eine politische Notwendigkeit noch sei es der Wille der deutlichen Mehrheit der Bevölkerung aber auch weite Teile der Slowenenvertretungen, erneut dieses Thema zu thematisieren, sagte Strutz.

Strutz sagte in seiner Festansprache, dass wir oft auch ein bisschen vergessen, dass das gemischtsprachige Gebiet im Süden Kärntens, auf der Grundlage einer demokratischen Volksabstimmung, ebenfalls gemeinsam mit den deutschsprachigen Gebieten Kärntens als erste der neuen Republik beigetreten sind. Es ist eine Erkenntnis, dass das älteste Gemeinwesen auf österreichischen Boden nicht ein homogenes, ethnisches Land ist, aber ein Land im den Menschen beider Zungen über Jahrhunderte friedlich zusammengelebt haben und auch nicht wünschen, dass Kräfte von außen diesen Frieden stören oder diese Einheit in Frage stellen, so Strutz.

Wir freuen uns, wenn wir bei Feierlichkeiten immer wieder in Erinnerung rufen können, welch begeistertes Telegramm seinerzeit das österreichische Parlament nach Klagenfurt geschickt hat, als die Abstimmung für Österreich entschieden wurde. Wo man uns mitgeteilt hat, dass man diesen Sieg den Kärntnerinnen und Kärntnern niemals vergessen werde. Wir hoffen, dass das nicht nur ein Telegramm des Augenblickes war, sondern die innere Überzeugung der Führung der Republik, war für Kärnten verdammt. Wir hoffen, dass dieses niemals vergessen, auch dann erkannt wird und in Erinnerung bleibt, wenn es darum geht wichtige Verhandlungen mit unserem Nachbarn Slowenien zu führen, so wie der Ausstieg der Atomenergie bis hin zu einer entsprechenden rechtlichen Absicherung der Rechte der Alt-Österreicher in Slowenien oder die Frage des Sprachengesetzes und der zweisprachigen Ortstafeln, sagte Strutz.

Strutz verwies in seiner Ansprache auf die großzügige Unterstützung, die Kärnten der Volksgruppe in kultureller, sprachlicher und finanzieller Hinsicht zukommen hat lassen und sagte: "Wir, die wir hier in diesen Kärnten leben, haben einen großen Beitrag geleistet um zu zeigen, dass die Feinde von einst fähig und Willens sind, in einer friedlichen Form zusammen zu leben und dass die Versprechen der Kärntner Landesversammlung 1920 vor der Volksabstimmung nicht leeres Papier sind. Wir appellieren auch an jene, die unsere Nachbarn sind, nicht wieder die falschen Seiten ihres Geschichtsbuches aufzuschlagen in denen menschenverachtende Schlüsse aus Zeiten der Diktatur als Grundlage eines neuen demokratischen Gemeinwesens gesehen werden. Unsere Aufgabe ist es nicht, die Seiten der alten Geschichten aufzuschlagen sondern die noch leeren Seiten der Geschichte aufzuschlagen um neue Kapitel hinzuzufügen. Kapitel des Optimismus, des positiven Zusammenwirkens des Brücken Schlagens um der Menschlichkeit zum Durchbruch zu verhelfen. Auf der Grundlage einer stolzen Geschichte dieses Landes werden die Kärntnerinnen und Kärntner ihren Beitrag dazu leisten. Wir haben in den vergangen Jahren und werden es auch in Zukunft beweisen, dass Kärnten in Wirklichkeit Vorbild sein kann, wie in Europa und in der Welt Friede gelebt und gesichert werden kann", sagte der freiheitliche Landesparteiobmann Martin Strutz heute im Rahen der Festansprache zur Ulrichsbergfeier 2004.

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