Werk von Dolores Vieser hat bleibende Aktualität

Gedächtnisfeier im Bischofshaus- LH Haider: Glaube und Heimatbezug mit optimistischer Sichtweise prägen Vieser

Klagenfurt (LPD) - "Unzeitgemäß und doch aktuell", sei das Werk "Hemma von Gurk" und auch die weiteren Bücher von Dolores Vieser. Das bestätigten die Redner im Rahmen der Gedächtnisfeier anlässlich des hundertsten Geburtstages der großen Kärntner Dichterin Dolores Vieser (1904 - 2002), zu der Diözesanbischof Alois Schwarz in Kooperation mit der Universität Klagenfurt und dem Kärntner Bildungswerk in das Bischofshaus in Klagenfurt geladen hatte.

Landeshauptmann Jörg Haider hob bei der Feier den Heimatbezug und die tiefe Religiosität der Dichterin hervor. Viele zeitgenössische Künstler würden nur die Abgründe beschreiben, ohne Auswege zu zeigen. Dolores Vieser jedoch habe einen optimistischen Blick gehabt und die Möglichkeiten von Auswegen immer aufgezeigt. Der Landeshauptmann sagte, dass gerade heute vielen der Heimatbezug fehle und die Religiosität außer in Europa auch zunehme. Dolores Vieser habe viel Aktuelles hinterlassen und menschliche Lösungsvorschläge gemacht. Sie sei eine zeitlose Persönlichkeit und das Land helfe mit, um diese große Kärntner Dichterin vermehrt der Jugend nahezubringen.

Bischof Schwarz wies auf den großen, 1938 erschienenen Hemma-Roman von Vieser und auf ihre Persönlichkeit hin, die er selbst kennengelernt habe. Ein Hemma-Pilgerweg sei vom Loibl-Pass nach Gurk mit den Anschlüssen nach Slowenien und in die Steiermark im Aufbau und teilweise schon fertiggestellt. Diese Initiative wird auch vom Land Kärnten unterstützt. Es sei wichtig, sich mit Kärntens Landesmutter Hemma von Gurk und mit dem Werk von Vieser vertraut zu machen.

Olaf Colerus-Geldern ging auf die persönliche Begegnung mit der Dichterin näher ein. Er hob ihr großes Verständnis für Anderes und Andere und ihren Versöhnungswillen hervor. Helga Abret-Brauner von der Universität Metz/Frankreich befasste sich in ihrem Festvortrag mit dem Roman Hemma von Gurk im Zeitkontext, mit der christlichen Botschaft, die darin lebendig und undogmatisch vermittelt und als Möglichkeit weiterhin bleibe, sich gegen den Rückfall in barbarische Zeiten zu wehren, so Abret.

Johannes Grabmayer, Ulf Burz (Uni Klagenfurt) und Werner Müller (Kärntner Bildungswerk) sprachen sich ebenfalls dafür aus, das Werk und die Aktualität der Kärntner Dichterin weiterzuvermitteln. Viesers erster Roman "Das Singerlein" erschien 1928. Weitere Romane waren "Der Gurnitzer", "Aelia. Die Frau des Norikers", "Der Bänderhut", "Katzen in Venedig" und andere.

Musikalisch gestaltet wurde die Gedächtnisfeier von Ulrike Mattanovich, Renate Spitzner, Gerald Spitzner und Sopranistin Grazyna Zielinska.
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