• 18.09.2004, 10:52:55
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Kukacka: Wasserstraße Donau unverzichtbar um Güterverkehr umweltverträglich bewältigen zu können!

Kukacka lädt Oberen Donauländer zum multilateralen Donaudialog nach Wien - Bayerns Wirtschaftsminister Wiesheu begrüßt österreichisches Projekt

Wasserstraße Donau unverzichtbar um Güterverkehr
umweltverträglich bewältigen zu können!

Wien, 18. September 2004 (OTS) - "Die Donau hat eine äußerst
bedeutende Rolle als Hauptverkehrsader für ganz Europa. Zusammen mit
Rhein, Main und Main-Donau Kanal verbindet die Donau Südosteuropa mit
Nordwesteuropa und das Schwarze Meer mit der Nordsee. Leider werden
die Potentiale der Binnenschifffahrt als energiesparend und
umweltschonender Verkehrsträger häufig unterschätzt. Die Wasserstraße
Donau ist unverzichtbar, um den europäischen Güterverkehr
umweltverträglich bewältigen zu können", erklärte
Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka im Rahmen der gestrigen
Konferenz der europäischen Wirtschaftsminister im bayrischen
Deggendorf zum Thema "Zusammenwachsen der europäischen Gemeinschaft,
Einfluss auf den paneuropäischen Korridior VII und Lösungswege für
die Verkehrspolitik". Um die Potentiale für einen Gütertransport auf
der Binnenwasserstrasse auszuschöpfen, sei ein verkehrsgerechter
Ausbau der Donau notwendig, betonte Kukacka. ****

Auch die Europäische Union sehe die Beseitigung der Bottlenecks an
der Donau als wichtige Voraussetzung an, um den europäischen
Güterverkehr umweltverträglich bewältigen zu können. In dem Bericht
der Van Miert-Gruppe wurde daher eine durchgehende ganzjährige
Abladetiefe von 2,5 Meter gefordert. Auf der Grundlage dieses
Berichtes haben das Europäische Parlament und der Rat in ihrer
Entscheidung vom 29. April 2004 den Ausbau des Donauabschnittes
östlich von Wien in die Liste der "Vorrangigen Vorhaben, mit denen
vor 2010 begonnen werden soll" aufgenommen. Damit unterstützt die EU
auch ein Ziel, das Österreich mit dem "Flussbaulichen Gesamtprojekt"
ebenfalls verfolgt. "Mit dem Donauausbau östlich von Wien schaffen
wir durch den Konsens und durch die intensive Zusammenarbeit mit den
namhaftesten Experten aus dem Bereich der Schifffahrt, des
Wasserbaus, der Ökologie und der Regionalwirtschaft eine
"win-win-Situation" für Schifffahrt und Ökologie, die sowohl Vorteile
für die Donauauen als auch für die Schifffahrt bringt", erklärte
Kukacka.

Kukacka regte in diesem Zusammenhang einen multilateralen Dialog an
und lud die Vertreter der Oberen Donauländer - Bayern, Slowakei und
Ungarn - nach Wien ein, um eine abgestimmte Vorgangsweise für den
Donauausbau festzulegen. Bayerns Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu
begrüßte ausdrücklich das österreichische Projekt und forderte eine
Versachlichung der Diskussion auch in Deutschland.

Im Bereich der Oberen Donau bestehe "wesentlicher Handlungsbedarf".
"Auf diese "bottlenecks" müssen wir in der nächsten Zeit besonderes
Augenmerk legen und versuchen einen koordinierten aber auch
umweltverträglichen Infrastrukturausbau voranzutreiben", betonte der
Staatssekretär. Eine rasche Umsetzung ist vor allem auch unter dem
Gesichtspunkt der in Aussicht gestellten Koförderungen der EU als
prioritäres TEN-Projekt zu sehen. Immerhin würden hier gerade für den
grenzüberschreitenden Bereich Zuschüsse von 20 bis möglicherweise 50
Prozent in Aussicht gestellt. "Daher müssen wir jetzt die Initiative
ergreifen und ein koordiniertes Auftreten gegenüber der Europäischen
Kommission vorbereiten", schloss Kukacka.

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sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS0016    2004-09-18/10:52

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