Grillitsch weist Scheuch-Aussagen zu Agrarreform entschieden zurück

Rasche Umsetzung bringt auch rasche Planungssicherheit

Wien (AIZ) - Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch wies heute die Aussagen von FPÖ-Generalsekretär Uwe Scheuch zur EU-Agrarreform schärfstens zurück. "Nur eine rasche Umsetzung der Reform bringt den betroffenen Bauern auch eine rasche Rechts- und Planungssicherheit. Die Entscheidung über die Agrarreform ist unter breiter Beteiligung aller Funktionäre in Österreich - auch der freiheitlichen Vertreter in den Kammern - gefällt worden. Daher ist es geradezu absurd, wenn sich jetzt Herr Scheuch in einem völlig unangebrachten Rundumschlag zum alleinigen Schutzheiligen der Bauern aufspielt. Die Schlagzeilen-Mechanik Scheuchs dient höchstens dazu, die Bauern zu verunsichern", kritisierte Grillitsch.

"Die Aussagen Scheuchs werfen auch ein bezeichnendes Licht auf die Art und Weise, wie er offenbar Interessenvertretung versteht. Denn gerade die Freiheitlichen waren es, die jahrelang die Abschaffung der Landwirtschaftskammern gefordert haben. Das verdrängt Herr Scheuch ebenso wie die Tatsache, dass gerade in seinem Heimatbundesland Kärnten eine massive Reduktion der Außenstellen der Kammern stattgefunden hat. Es ist daher ein besonderer Zynismus, jetzt mehr Beratung und Betreuung einzufordern", sagte Grillitsch.

Der Bauernbund-Präsident wandte sich daher entschieden gegen dieses politische Täuschungsmanöver Scheuchs. "Offenbar ist Scheuch bis jetzt als Generalsekretär nicht wahrgenommen worden. Trotzdem sollte er nicht Bauernthemen missbrauchen, um sich in Szene zu setzen. Statt Panikmache zu betreiben, sollte er anfangen, seine Berufskollegen seriös und konstruktiv über die Agrarreform zu informieren - auch wenn er dann die hervorragende Arbeit des Bauernbundes lobend erwähnen muss", forderte Grillitsch.

Gerade der Bauernbund habe in den Verhandlungen ein für Österreich herzeigbares Ergebnis erzielt. "Wir können den nationalen Spielraum nützen und es ist beispielsweise gelungen, größere Prämienkürzungen für die Bauern zu verhindern, die Milchquoten abzusichern und die Interventionspreissenkung bei Getreide zu vermeiden. Als Erfolg für Österreich können auch die zusätzlichen Prämienrechte in der Mutterkuhhaltung für 50.000 Tiere gelten", erinnerte Grillitsch. Auch die Umsetzung der Reform beweise, "dass Österreich im europäischen Vergleich durchaus Vorbild ist und in Gesprächen mit den EU-Nachbarn das österreichische Agrarsystem als Zukunftsmodell anerkannt wird".

"All das zeigt, dass sich die Bauern auch in Zukunft darauf verlassen können, dass ihre Interessen vom Bauernbund bestens vertreten werden. Daran werden auch die in regelmäßigen Abständen auftretenden Ausfälle des Herrn Scheuch nichts ändern können", so Grillitsch.
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