• 16.09.2004, 09:43:45
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  • OTS0054 OTW0054

KfV FORDERT RASCHE INBETRIEBNAHME DER SECTION CONTROL AM WECHSEL

Section Control ist eine der wirksamsten Maßnahmen gegen hohe Unfallzahlen- ab Herbst 2004 auch auf der A2 im Wechselabschnitt.

Wien (OTS) - Das KfV fordert, dass die Inbetriebnahme so rasch wie
möglich erfolgen soll, insbesondere vor der "nassen Jahreszeit" im
Herbst. Die Erfahrungen von Österreichs erster Section Control
belegen, dass damit das Unfallgeschehen wesentlich reduziert werden
kann.

Gefährliche Strecke bei nasser Fahrbahn
Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) hat den Abschnitt auf der
A2 von Pingau (Steiermark) bis Grimmenstein (Niederösterreich)
detailliert untersucht. Die Untersuchung wurde als "Road Safety
Inspection" im Auftrag der ASFINAG durchgeführt, unter anderem wurden
dabei Unfallraten und Geschwindigkeitsmessungen erhoben. Eines der
Ergebnisse: Auf der Strecke von Km73 bis Km67 in Fahrtrichtung Wien
gibt es viele Unfallhäufungsstellen. Dort sind punktuelle Maßnahmen
nicht ausreichend, daher ist eine streckenbezogene Überwachung wie
die Section Control am besten geeignet. In Fahrtrichtung Wien ist
die Unfallrate um das dreifache höher als im österreichischen
Durchschnitt, bei nasser Fahrbahn sogar sechsmal höher!

Regelung durch variable Limits: Bei nasser Fahrbahn nur 80 km/h
Mit der Section Control wird im Gegensatz zu der herkömmlichen
Geschwindigkeitsüberwachung nicht nur die Geschwindigkeit an einem
bestimmten Punkt zu einem bestimmten Zeitpunkt gemessen, sondern eine
Durchschnittsgeschwindigkeit in einem genau definierten Abschnitt
errechnet. Die höchstzulässige Geschwindigkeit wird, in Abhängigkeit
vom Fahrbahnzustand, automatisch geregelt. Der Computer steuert nicht
nur die Section Control, sondern auch die Wechselverkehrszeichen, die
über den Fahrstreifen angebracht sind. Die Erfassung des
Fahrbahnzustandes erfolgt über Feuchtigkeitssensoren und
Niederschlagsmesser. Bei trockener Fahrbahn und optimalen
Fahrbedingungen ist Tempo 130 erlaubt. Wird von einem Sensor
Feuchtigkeit festgestellt, gilt für den gesamten Bereich der
Fahrbahnzustand "nass". Bei nasser Fahrbahn wird auf den
Wechselverkehrszeichen eine höchstzulässige Geschwindigkeit von 80
km/h angezeigt.

Laut ASFINAG werden ab Herbst 2004 Autofahrer in Abhängigkeit des
Fahrbahnzustandes über die zulässige Höchstgeschwindigkeit
informiert. Gleichzeitig wird die Geschwindigkeit überwacht und
Temposünder werden zur Kasse gebeten.

Section Control hat sich im Kaisermühlentunnel bewährt
Im Sommer 2003 wurde die erste Section Control im Wiener
Kaisermühlentunnel eingerichtet. Seit Einführung dieser Maßnahme ist
die Zahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten oder Getöteten deutlich
gesunken. Gab es dort vor der Errichtung der Section Control pro Jahr
durchschnittlich über sieben Unfälle mit Personenschaden mit über elf
Verletzten und einem Toten, so wurden die Zahlen nach dem ersten Jahr
der Inbetriebnahme auf vier Unfälle mit vier Verletzten reduziert.

Wien, 16.9.2004

OTS0054    2004-09-16/09:43

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