- 14.09.2004, 17:39:00
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Martinz: Koalition hat umgedacht und eingelenkt
EU-Förderagenden liegen weiter in der Hand von EU-Landesrat Josef Martinz
Klagenfurt (OTS) - Den Übertrag sämtlicher EU-Förderagenden an den
Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) wollte die blau-rote
Koalition heute in der Regierungssitzung beschließen. "Ich konnte ein
Umdenken herbeiführen, denn der KWF ist als Förderer der heimischen
Wirtschaft kompetent, aber kein technischer Abwickler der
EU-Förderfälle für sämtliche regionale Projekte in Kärnten", so
EU-Landesrat Josef Martinz nach der Regierungssitzung.
Einstimmig beschlossen wurde, dass der KWF nun eine
Koordinierungsgruppe unter Beteilung sämtlicher sich im Land Kärnten
befindlichen EU-Stellen und des EU-Referenten zu installieren habe.
"Wir müssen gemeinsam festlegen, was Kärnten für die nächste
EU-Strukturprogrammperiode für sich in Anspruch nehmen möchte und wir
müssen mit einer Sprache sprechen", so Martinz weiter. Denn Kärnten
müsse für die nächste Förderprogramm-Periode mit dem Bund verhandeln
und stehe damit in direkter Konkurrenz zu den anderen Bundesländern.
Weiters werde ein Strategiepapier für die Verhandlungen erstellt,
das festlegt welche Förderschwerpunkte Kärnten setzen wird.
Bisher habe Kärnten, so berichtet Martinz, jährlich 70 Millionen Euro
von der EU erhalten. Er habe bereits im Juni ein Positionspapier in
Brüssel übergeben, das die wesentlichsten Punkte für Kärnten
beinhalte. "Als Grenzland werden wir einen besonderen Schwerpunkt in
dieser Richtung setzen und auch Gehör finden", so Martinz.
(Schluss)
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