Anlässlich der Finanzausgleichsverhandlungen fordert die Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz die Abschaffung der Werbesteuer

Wien (OTS) - Die Finanzausgleichsverhandlungen zwischen Bund und Ländern laufen leider gar nicht gut für die Non-Profit-Organisationen, die Medien und für die Werbewirtschaft. Entgegen den Versprechungen der Politik (Bundeskanzler Dr. Schüssel, Bürgermeister Dr. Häupl u.a.), die Werbesteuer abzuschaffen, droht deren Beibehaltung.

Weihbischof Dr. Ludwig Schwarz fordert in einem offenen Brief an die Landeshauptleute die Abschaffung der Werbesteuer. Denn diese Form der Werbesteuer ist ein großer Wettbewerbsnachteil für die Non-Profit-Organisationen. Zur Zeit müssen NPOs, die unverzichtbare Werbung für ihre gemeinnützigen Anliegen machen, Werbeabgabe an den Finanzminister abliefern. Die Werbeabgabe erschwert weiters Kooperationen zwischen Firmen und NPOs. Sie verursacht einen großen Verwaltungsaufwand und hat einen Wettbewerbsnachteil in der Förderung von öffentlichen und EU-Projekten zur Folge.

Die NPOs sind ein wichtiger Bestandteil der Zivilgesellschaft in Österreich. Hier formieren sich Verantwortungsbewusstsein und Engagement von BürgerInnen, das im hohen Maße ehrenamtlich geleistet wird. Sie setzen sich für soziale Gerechtigkeit, Frieden, Toleranz, Chancengleichheit und Wahrung der Menschenrechte ein. Daher ist es für die Koordinierungsstelle umso unverständlicher, dass die Werbeabgabe auf Sportsponsoring im Gegensatz zu Kunst-, Kultur- und Sozialsponsoring aufgehoben wurde.

Die Vollversammlung der Koordinierungsstelle fordert daher die Befreiung von der Werbeabgabe für Organisationen gemäß § 34 BAO.

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