Cerwenka: 774 Junglehrer könnten in Niederösterreich eine Anstellung finden

Beibehaltung der Lehrer/Schüler-Kopfquote aus dem Jahr 2000 verbessert Unterrichtsqualität und Jobsituation

St. Pölten (SPI) - "In Niederösterreich könnten 774 Junglehrer eine Lehrverpflichtung erhalten, würde sich die Bundesregierung dazu aufraffen, die schleichende Verschlechterung bei der Lehrer/Schüler-Kopfquote zurückzunehmen. Dazu bedarf es nicht viel -allein mit den Zahlen aus dem Jahr 2000 wäre nicht nur die dramatisch schlechte Arbeitsmarktsituation für hunderte Junglehrer bereinigt, auch könnte der Unterricht an den Schulen einen Qualitätsschub erfahren", so der Bildungssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Helmut Cerwenka.****

Die Kennzahlen regeln das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern. Derzeit wird ein Lehrposten in der Volksschule für 14,50 Schüler, in der Hauptschule für 10,00 Schüler im Polytechnikum für 9,00 Schüler und in den Sonderschulen für 3,20 Schüler berechnet. Im Schuljahr 2000/2001, vor dem Einsetzen der verhängnisvollen Bildungseinsparungen der Bundesregierung wurde die Lehrerzahl mit 14,332 in der Volksschule, 9,116 in der Hauptschule, 7,795 in den Polytechnischen Schulen und 2,856 in den Sonderschulen berechnet. "Diese Zahlen klingen auf den ersten Blick abstrakt, und die Veränderungen marginal - in Summe hat aber diese Veränderung 774 junge LehrerInnen um ihre Anstellung gebracht und den Schulen eine Ausdünnung der Qualität beschert", erklärt Cerwenka.

"Der ständig betonte, ausschließliche Zusammenhang von sinkenden Schülerzahlen und fehlenden Lehrer-Dienstposten ist damit schlicht und einfach unwahr. Schuld daran, dass in Niederösterreich in diesem Jahr nicht eine einzige LehrerIn an einer Pflichtschule neu angestellt werden kann, sind einzig und allein die Kürzungen in der Bildungspolitik. Die Einsparungen im Bildungsbereich führten ebenso zur Reduktion von dringend notwendigen Förderunterrichten, von Freigegenständen und anderen Zusatzangeboten. "Die Klassenschülerzahl ist in vielen Schulstufen um bis zu 20 Prozent (!) angestiegen, manche Schulen sprechen bereits vom ‚Kollaps des Unterrichts'. Die LehrerInnen stehen vor der nahezu unlösbaren Aufgabe, mit weniger Personal und massiv gekürzten Mitteln ein Angebot aufrechtzuerhalten, das auch unter günstigeren Voraussetzungen nur schwer zu leisten ist", fordert Cerwenka ein klares Umdenken und eine Rückkehr zur Quotenberechnung des Jahres 2000.
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