Diese Initiative bringt’s nachhaltig - 17 Handelsketten beteiligen sich an den "Nachhaltigen Wochen 2004"

Wien (OTS) - 17 Handelsketten der führenden Einzelhandelsunternehmen, Drogerien und Baumärkte weisen anlässlich der "Nachhaltigen Wochen" vom 15. September 2004 bis15. Oktober 2004 gezielt auf umweltschonende, regional erzeugte und fair gehandelte Produkte in ihrer Eigenwerbung hin. Statt Preisdumping und hartem Konkurrenzkampf stehen gemeinsame Anliegen wie fairer Handel, regionales Wirtschaften, Bioprodukte,
Ressourcen einsparen und Bewusstseinsbildung im Vordergrund.

Rewe (Billa, Merkur und Bipa), Spar (Eurospar, Interspar), ADEG (MAGNET, Neukauf), ZEV Nah& Frisch, Zielpunkt, OBI, dm, Lagerhaus, hagebau/Öbau, MPREIS sowie selbständige Kaufleute greifen Themen wie Bio, fairer Handel, regionale Vermarktung, Bauen und Wohnen oder Mehrwegsysteme auf und setzen diese vier Wochen lang in ihrer Eigenwerbung um. Von 15. September bis 15. Oktober soll das öffentliche und wirtschaftliche Interesse geweckt und Bewusstsein geschaffen werden. Die Initiative "Nachhaltige Wochen" richtet sich direkt an die KonsumentInnen, da diese letztendlich die Entscheidung beim Kauf der Produkte treffen.

"Insgesamt beteiligen sich an den Nachhaltigen Wochen 10 der größten Handelsunternehmen Österreichs mit 17 Vertriebsschienen, 6870 Filialen und mehr als 1000 Produkten, die aus biologischer Landwirtschaft stammen, regional vermarktet, fair gehandelt oder umweltschonend erzeugt sind", so Bundesminister Pröll.

Besonders beim Kauf von Lebensmittel wie beispielsweise Milch, Butter, Fleisch oder Obst und Gemüse sind für österreichische KonsumentInnen Kriterien wie Bio oder Regionalität zunehmend entscheidend. Daher ist es wichtig, durch umfassende Information und Werbung den konkreten Anstoß zum Kauf zu geben.

In Österreich wird bereits ein breites Sortiment von diesen Produkten angeboten, insbesondere im Biobereich. Biolebensmittel erkennt man unter anderem an diversen Kontrollnummern, Kennzeichnungen wie z.B. "aus biologischer Landwirtschaft" oder an Gütezeichen wie dem AMABiozeichen. Eigen-Bioprodukte der einzelnen Handelsketten sind als österreichische Biohandelsmarken deklariert. Insgesamt sind die Marktanteile nachhaltiger Produkte innerhalb der einzelnen Sortimentsgruppen allerdings noch ausbaufähig. Der Marktanteil von Fair Trade Kaffe liegt vergleichsweise erst bei rund 2%. Weitere Fair Trade Produkte sind unter anderem Bananen, Honig oder Schokolade und Kakao.

Die Wort-Bild-Marke "Das bringt’s. Nachhaltig." macht als "Eye Catcher" in der Werbung auf diese zukunftsweisenden Produkte aufmerksam. Ausschließlich Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft, aus regionaler Vermarktung oder aus fairem Handel, aber auch Mehrwegprodukte sowie Produkte, die umweltschonend erzeugt wurden bzw. die helfen Energie zu sparen, dürfen im Rahmen des Projektes "Nachhaltige Wochen" präsentiert und mit der Wort-Bild-Marke beworben werden.

Bestehende Gütezeichen und Labels werden dadurch jedoch nicht ersetzt. Dazu gehören beispielsweise das österreichische Umweltzeichen oder das deutsche Umweltzeichen "Blauer Engel",
welche unter anderem Farben, Lacke oder Laminate kennzeichnen. Die Kennzeichnung durch die Wort-Bild-Marke erfolgt auf den Werbemitteln, Plakaten und Regalen in den einzelnen Filialen und
nicht auf den einzelnen Produkten!

"Die Entscheidung liegt letztlich beim Konsumenten. Daher ist es wichtig, Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schaffen und zukunftsweisende Produkte zu stärken. Durch den Kauf von Produkten aus ländlichen Regionen etwa werden LKW-Transportwege verkürzt, Arbeitsplätze in der Verarbeitung gesichert und somit die Wirtschaftskraft der ländlichen Regionen gestärkt. Wir wollen die Bevölkerung darüber informieren und so zum gezielten Einkaufen animieren. In den kommenden Jahren wollen wir weitere Branchen wie Elektronik oder den Tourismus zur Teilnahme an den "Nachhaltigen Wochen" einladen. Nur wenn wir anstreben, natürliche und soziale Lebensräume für alle langfristig zu sichern, können wir einen wesentlichen Beitrag für unsere sichere Zukunft leisten", betont Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl.

"Wichtigster Punkt dabei ist und bleibt, dass Nachhaltigkeit Wachstum nicht ausschließt. Jedoch ist eine Trendumkehr zu qualitativem Wachstum mit hochwertigen ressourcen- und energieeffizienten Produkten und Dienstleistungssystemen notwendig. Diesen Weg müssen wir weiter gehen. Der Kreativität sind damit keine Grenzen gesetzt. Und wir stellen uns dieser Herausforderung", unterstreicht Bundesminister Martin Bartenstein.

Eine Ländertour des Bundesminister Pröll ist Ende September bzw. Anfang Oktober geplant. Gemeinsam mit den Umweltlandesräten Rudi Anschober (OÖ), Othmar Raus (Sbg) und Johann Seitinger (Stmk) wird der Minister Produkte und Initiativen, die sich auf dem nachhaltigen Weg befinden präsentieren.

Die "Nachhaltigen Wochen 2004" sind eine Initiative des Lebensministeriums, in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, der Wirtschaftskammer Österreich, einzelnen Ländern und dem österreichischen Einzelhandel. Sie finden von 15. September bis 15. Oktober in ganz Österreich statt. Lebensmittelhandel, Drogerien und Baumärkte haben sich im Rahmen der "Nachhaltigen Wochen" erstmals bereit erklärt, gemeinsam auf besonders gesunde und umweltschonende, sowie regional erzeugte und fair gehandelte Produkte in ihrer Eigenwerbung
hinzuweisen. Ziel ist es, die Konsumentinnen und Konsumenten zu informieren und Bewusstsein zu schaffen: wer Waren aus deklariert fairem Handel kauft, übernimmt globale Verantwortung, wer Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft kauft, schützt uns und unsere Umwelt, wer auf regionale heimische Qualität im Einkaufskorb setzt, sorgt für weniger Verkehrsbelastung, sichert Arbeitsplätze und die Wirtschaftskraft in den ländlichen Regionen. Mehr Infos unter www.nachhaltigewochen.at

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