- 14.09.2004, 10:09:20
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Diese Initiative bringt’s nachhaltig - 17 Handelsketten beteiligen sich an den "Nachhaltigen Wochen 2004"
Wien (OTS) - 17 Handelsketten der führenden
Einzelhandelsunternehmen, Drogerien und Baumärkte weisen anlässlich
der "Nachhaltigen Wochen" vom 15. September 2004 bis15. Oktober 2004
gezielt auf umweltschonende, regional erzeugte und fair gehandelte
Produkte in ihrer Eigenwerbung hin. Statt Preisdumping und hartem
Konkurrenzkampf stehen gemeinsame Anliegen wie fairer Handel,
regionales Wirtschaften, Bioprodukte,
Ressourcen einsparen und Bewusstseinsbildung im Vordergrund.
Rewe (Billa, Merkur und Bipa), Spar (Eurospar, Interspar), ADEG
(MAGNET, Neukauf), ZEV Nah& Frisch, Zielpunkt, OBI, dm, Lagerhaus,
hagebau/Öbau, MPREIS sowie selbständige Kaufleute greifen Themen wie
Bio, fairer Handel, regionale Vermarktung, Bauen und Wohnen oder
Mehrwegsysteme auf und setzen diese vier Wochen lang in ihrer
Eigenwerbung um. Von 15. September bis 15. Oktober soll das
öffentliche und wirtschaftliche Interesse geweckt und Bewusstsein
geschaffen werden. Die Initiative "Nachhaltige Wochen" richtet sich
direkt an die KonsumentInnen, da diese letztendlich die Entscheidung
beim Kauf der Produkte treffen.
"Insgesamt beteiligen sich an den Nachhaltigen Wochen 10 der
größten Handelsunternehmen Österreichs mit 17 Vertriebsschienen, 6870
Filialen und mehr als 1000 Produkten, die aus biologischer
Landwirtschaft stammen, regional vermarktet, fair gehandelt oder
umweltschonend erzeugt sind", so Bundesminister Pröll.
Besonders beim Kauf von Lebensmittel wie beispielsweise Milch,
Butter, Fleisch oder Obst und Gemüse sind für österreichische
KonsumentInnen Kriterien wie Bio oder Regionalität zunehmend
entscheidend. Daher ist es wichtig, durch umfassende Information und
Werbung den konkreten Anstoß zum Kauf zu geben.
In Österreich wird bereits ein breites Sortiment von diesen
Produkten angeboten, insbesondere im Biobereich. Biolebensmittel
erkennt man unter anderem an diversen Kontrollnummern,
Kennzeichnungen wie z.B. "aus biologischer Landwirtschaft" oder an
Gütezeichen wie dem AMABiozeichen. Eigen-Bioprodukte der einzelnen
Handelsketten sind als österreichische Biohandelsmarken deklariert.
Insgesamt sind die Marktanteile nachhaltiger Produkte innerhalb der
einzelnen Sortimentsgruppen allerdings noch ausbaufähig. Der
Marktanteil von Fair Trade Kaffe liegt vergleichsweise erst bei rund
2%. Weitere Fair Trade Produkte sind unter anderem Bananen, Honig
oder Schokolade und Kakao.
Die Wort-Bild-Marke "Das bringt’s. Nachhaltig." macht als "Eye
Catcher" in der Werbung auf diese zukunftsweisenden Produkte
aufmerksam. Ausschließlich Lebensmittel aus biologischer
Landwirtschaft, aus regionaler Vermarktung oder aus fairem Handel,
aber auch Mehrwegprodukte sowie Produkte, die umweltschonend erzeugt
wurden bzw. die helfen Energie zu sparen, dürfen im Rahmen des
Projektes "Nachhaltige Wochen" präsentiert und mit der
Wort-Bild-Marke beworben werden.
Bestehende Gütezeichen und Labels werden dadurch jedoch nicht
ersetzt. Dazu gehören beispielsweise das österreichische
Umweltzeichen oder das deutsche Umweltzeichen "Blauer Engel",
welche unter anderem Farben, Lacke oder Laminate kennzeichnen. Die
Kennzeichnung durch die Wort-Bild-Marke erfolgt auf den Werbemitteln,
Plakaten und Regalen in den einzelnen Filialen und
nicht auf den einzelnen Produkten!
"Die Entscheidung liegt letztlich beim Konsumenten. Daher ist es
wichtig, Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schaffen und
zukunftsweisende Produkte zu stärken. Durch den Kauf von Produkten
aus ländlichen Regionen etwa werden LKW-Transportwege verkürzt,
Arbeitsplätze in der Verarbeitung gesichert und somit die
Wirtschaftskraft der ländlichen Regionen gestärkt. Wir wollen die
Bevölkerung darüber informieren und so zum gezielten Einkaufen
animieren. In den kommenden Jahren wollen wir weitere Branchen wie
Elektronik oder den Tourismus zur Teilnahme an den "Nachhaltigen
Wochen" einladen. Nur wenn wir anstreben, natürliche und soziale
Lebensräume für alle langfristig zu sichern, können wir einen
wesentlichen Beitrag für unsere sichere Zukunft leisten", betont
Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl.
"Wichtigster Punkt dabei ist und bleibt, dass Nachhaltigkeit
Wachstum nicht ausschließt. Jedoch ist eine Trendumkehr zu
qualitativem Wachstum mit hochwertigen ressourcen- und
energieeffizienten Produkten und Dienstleistungssystemen notwendig.
Diesen Weg müssen wir weiter gehen. Der Kreativität sind damit keine
Grenzen gesetzt. Und wir stellen uns dieser Herausforderung",
unterstreicht Bundesminister Martin Bartenstein.
Eine Ländertour des Bundesminister Pröll ist Ende September bzw.
Anfang Oktober geplant. Gemeinsam mit den Umweltlandesräten Rudi
Anschober (OÖ), Othmar Raus (Sbg) und Johann Seitinger (Stmk) wird
der Minister Produkte und Initiativen, die sich auf dem nachhaltigen
Weg befinden präsentieren.
Die "Nachhaltigen Wochen 2004" sind eine Initiative des
Lebensministeriums, in Kooperation mit dem Bundesministerium für
Wirtschaft und Arbeit, der Wirtschaftskammer Österreich, einzelnen
Ländern und dem österreichischen Einzelhandel. Sie finden von 15.
September bis 15. Oktober in ganz Österreich statt.
Lebensmittelhandel, Drogerien und Baumärkte haben sich im Rahmen der
"Nachhaltigen Wochen" erstmals bereit erklärt, gemeinsam auf
besonders gesunde und umweltschonende, sowie regional erzeugte und
fair gehandelte Produkte in ihrer Eigenwerbung
hinzuweisen. Ziel ist es, die Konsumentinnen und Konsumenten zu
informieren und Bewusstsein zu schaffen: wer Waren aus deklariert
fairem Handel kauft, übernimmt globale Verantwortung, wer
Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft kauft, schützt uns und
unsere Umwelt, wer auf regionale heimische Qualität im Einkaufskorb
setzt, sorgt für weniger Verkehrsbelastung, sichert Arbeitsplätze und
die Wirtschaftskraft in den ländlichen Regionen. Mehr Infos unter
www.nachhaltigewochen.at
Presserückfragenhinweis:
Mag. Franz Tragner, PR, Lobbying, Networking, Marktkommunikation
Telefon: +43 (1)409 55 81
Mail: [email protected]
Fotos:
Quelle: Lebensministerium
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OTS0050 2004-09-14/10:09
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