SJÖ: AbtreibungsgegnerInnen zeigen ihr wahres Gesicht

Sozialistische Jugend demonstriert für Selbstbestimmungsrecht der Frau

Wien (OTS) - Die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) hielt am Rande des FIAPAC-ÄrztInnen-Kongresses am Samstagabend unter dem Motto "Selbstbestimmt statt fremdbeHERRscht" eine Kundgebung für das Recht der Frau auf Schwangerschaftsabbruch ab. AbtreibungsgegnerInnen hatten dort eine Protestaktion gegen den Kongress angekündigt, um ihre Entmündigungsforderungen einmal mehr an die Öffentlichkeit zu bringen.

Dort zeigte "Jugend für das Leben" dann auch ihr wahres Gesicht. Ein Priester verglich den gesetzlich legalen Schwangerschaftsabbruch mit den Massenmorden der NationalsozialistInnen und stellte sich damit in die Reihe der Holocaust-VerharmloserInnen. Die kleine Gruppe, die sich großteils aus Männern zusammensetzte, versuchte mit Bildern von blutigen Embryonen und dem Slogan "Abtreiber töten" wieder einmal vom Recht der Frauen, über ihren Körper zu bestimmen, abzulenken.

Für Stefanie Vasold, Frauensprecherin der SJÖ, zeigt sich, wer tatsächlich hinter den Organisationen der AbtreibungsgegnerInnen steht: "Es handelt sich vor allem um Männer, die Frauen ihr Selbstbestimmungsrecht absprechen und noch nicht in den letzten zwei Jahrhunderten angekommen sind. Der Vergleich von Schwangerschaftsabbrüchen mit dem Massenmord im deutschen Faschismus stellt einerseits eine Verharmlosung der Verbrechen des Faschismus dar und stigmatisiert Frauen wie auch Ärzte und Ärztinnen in einer absolut unzulässigen Weise. Eine solche Rhetorik spiegelt den Argumentationsnotstand dieser religiösen FanatikerInnen wieder. Sie zeigt aber auch, dass diese vor keinem Vergleich zurückschrecken, um ihren Psychoterror zu betreiben."

Vasold sieht sich darin bestätigt, dass es 30 Jahre nach dem Votum über die Fristenregelung gilt, dieses Gesetz zu verteidigen: "Immer mehr fundamental religiöse Gruppen stellen die Fristenregelung in Frage und bekommen auch noch politische Unterstützung aus den höchsten Regierungskreisen. Zu glauben, eine Verschärfung der Gesetzgebung würde die Zahl der Abbrüche verringern, ist ein fataler Irrtum. Frauen würden damit gezwungen, diesen Schritt illegal durchführen zu lassen, mit einem hohen Risiko, dabei zu sterben oder lebenslang an den Folgen zu leiden."

Fotos der Aktion sind bei der SJÖ erhältlich.

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