• 10.09.2004, 14:24:28
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Das Buskonzept für Wien geht in die finale Runde

Postbusgarage in Kürze auch für Touristenbusse offen

Wien (OTS) - Bereits 1992 wurde im Auftrag der Stadt Wien,
Wien-Tourismus und der Wiener Wirtschaftskammer von einem externen
Fachexperten, Prof. DI. Dr. Knoflacher, ein flächendeckendes
Buskonzept für Wien erstellt. Kurz vor Inbetriebnahme des
Museumsquartiers wurde gleichsam als Vorleistung für das neue
Buskonzept ein räumlich stark eingegrenztes Konzept ausgearbeitet.

"Nun galt es auf den alten Überlegungen aufbauend ein neues
Buskonzept zu entwickeln, das die aktuellen Bedürfnisse der Stadt
berücksichtigt", betont in diesem Zusammenhang Stadtrat Schicker.
Seit dem Frühjahr 2003 arbeiten die Stadt Wien, Wirtschaftskammer
Wien und Wiener Tourismusverband an dem neuen Konzept. Die Grundlagen
und Ziele wurden erhoben und bereits eine Maßnahme soll Ende Oktober
in Hinblick auf die Vorweihnachtszeit realisiert werden: Ab 22.
Oktober 2004 steht in Wien ein neuer, gut ausgerüsteter Parkplatz für
Autobusse mit 52 Stellplätzen zur Verfügung. Die Postbus AG öffnet
ihre Großgarage an der Erdberger Lände, in unmittelbarer Nähe zu A 4
und A 23, nun auch für Reisebusse.

"Mit der Schaffung von 52 Busstellplätzen auf dem Gelände der
Post AG kommen wir einem wesentlichen Ziel näher. Staus durch Busse,
die den Straßenraum verparken, werden vermieden und die
Lebensqualität der Bevölkerung steigt. Während die Touristen in der
Innenstadt und bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Wiens ein- und
aussteigen, parken die Busse hingegen außerhalb der dicht besiedelten
Zonen", zeigt sich der Verkehrsstadtrat zufrieden. Auch solle mit dem
Angebot hochqualitativer Busparkplätze vermieden werden, dass die
Busfahrer bis zur Abholung ihrer Passagiere Leerfahrten quer durch
das Stadtgebiet durchführen.

Die bewachte Garage an der Erdberger Lände bietet neben
überdachten Parkplätzen eine Reihe von Annehmlichkeiten für die
Busfahrer. So gibt es eine Buswaschanlage, eine Tankstelle,
Werkstattservice, Möglichkeiten zur Müllentsorgung sowie eine
Fahrerlounge mit Sanitärräumen und Getränkeautomaten. Die nächste
U-Bahnstation liegt nur 4 Gehminuten entfernt.

Mit dem neuen Buskonzept sollen auch der Tourismuswirtschaft die
optimalen Rahmenbedingungen geboten werden, um Wien seinen Gästen von
der besten Seite zu präsentieren.

"Es freut mich, dass es gelungen ist, diese neue, attraktive
Möglichkeit zum Abstellen der Touristenbusse in das Buskonzept von
Wien zu integrieren" meint Walter Nettig, Präsident der
Wirtschaftskammer Wien. Nettig erinnert an das "Projekt 2010", also
das Vorhaben Wiens, bis zum Jahr 2010 jährlich 10 Millionen
Touristen-Nächtigungen in Wien zu erreichen. Dies wird auch zu einem
Anwachsen des Busverkehrs führen. Nettig: "Immer mehr Touristen
kommen auch mit dem Bus aus unseren direkten Nachbarländern. Wir
müssen daher den Bustourismus in Wien professionell abwickeln, um
unseren Gästen die problemlose Besichtigung unserer Stadt zu
ermöglichen und gleichzeitig Beeinträchtigungen der Wiener
Bevölkerung zu vermeiden."

Tourismusdirektor Karl Seitlinger betont: "Die effiziente
Organisation des Tourismusverkehrs innerhalb der Stadt spielt eine
bedeutende Rolle bei der Bewertung der 'Tourismustauglichkeit' einer
Destination. Immerhin reisen knapp 15 % unserer Gäste per Bus an,
dazu kommen noch durch Busse erbrachte Transferleistungen innerhalb
der Stadt -etwa bei Kongressen, Messen, Sportereignissen und anderen
Großevents. Einrichtungen wie die nun ab Oktober verfügbare Garage
sind ein wichtiger Beitrag zu einem Gesamtkonzept, das nicht nur die
Abwicklung des aktuellen Touristenbus-Verkehrs verbessert, sondern
auch zukünftigen Entwicklungen in diesem Bereich Rechnung trägt."

Die Fertigstellung des Buskonzepts ist noch für dieses Jahr
geplant. (Schluss) kel

OTS0201    2004-09-10/14:24

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

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