• 10.09.2004, 12:54:39
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Pröll: Einigung zu Partikelfiltern - Meilenstein der Initiative für saubere Luft

Pröll und Grasser einigen sich über die Förderung von Russpartikelfiltern

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Wien/retz (OTS) - Wien/Retz (ots) Saubere Luft ist ein zentrales
Anliegen der österreichischen Umweltpolitik, so Umweltminister Josef
Pröll. "Es freut mich daher, dass Finanzminister Karl-Heinz Grasser
und ich uns auf die steuerliche Förderung von Russpartikelfiltern
geeinigt haben. Nach der flächendeckenden Einführung von
schwefelfreiem Kraftstoff, kann nun ein weiterer wichtiger
Meilenstein der Initiative für saubere Luft umgesetzt werden." Das
sagte heute, Freitag, Umweltminister Josef Pröll am Rande der
Regierungsklausur in Retz. Feinstaub aus dem Straßenverkehr zeichnet
vor allem in Ballungsräumen und an Hauptverkehrswegen für eine Reihe
negativer Gesundheitswirkungen insbesondere bei Kindern
verantwortlich. Pröll: "Wir haben in Österreich nun einen ersten
Schritt gesetzt. Jetzt gilt es in der EU Druck zu machen, um die
Einführung von Partikelfiltern der Autoindustrie in ganz Europa
vorzuschreiben."****

Konkret soll der Kauf von Diesel-PKW mit Partikelfiltern durch eine
befristete Reduktion der Normverbrauchsabgabe (NoVA) in der Höhe von
300 Euro in den Jahren 2005 und 2006 begünstigt werden, erläuterte
Pröll. Neuzugelassene Fahrzeuge ohne Partikelfilter werden dagegen
mit einem Malus von 150 Euro im Jahr 2005 und 300 Euro ab dem Jahr
2006 belegt.

Die gesamten Partikelemissionen in Österreich sind seit 1980 von
6.795 t auf 9.856 t im Jahr 2002 um ca. 45 % angestiegen.
Insbesondere bei den Partikelemissionen der leichten Nutzfahrzeuge
und der Personenkraftwagen kam es aufgrund der gestiegenen
Fahrleistungen und den steigenden Anteil an Diesel-Pkw zu einem
Anstieg der Emissionen.

Vor diesem Hintergrund hat Österreich bereits auf europäischer Ebene
beim Umweltrat am 2. März 2003 einen Vorstoß zur raschen Einführung
von Dieselpartikelfiltern unternommen. Unterstützung erhielt
Umweltminister Pröll seinerseits von Deutschland und Frankreich.
"Mein Ziel ist, dass künftig kein Diesel-PKW ohne
Dieselpartikelfilter mehr zuzulassen wird." so Pröll unter Hinweis
auf Studien der WHO, die belegen, wie schädlich Russpartikel gerade
für Kinder sind. Allein in Österreich sind rund 21.000 akute
Bronchitisfälle sowie 15.000 Asthmaanfälle bei unter 15-jährigen auf
Russpartikel zurückzuführen.

OTS0159    2004-09-10/12:54

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