- 01.09.2004, 15:07:25
- /
- OTS0174 OTW0174
Niederösterreich investiert über 700 Millionen Euro in Spitäler
Sobotka: "Finanzminister muss mehr Geld für Gesundheitswesen bereitstellen"
St. Pölten (NLK) - Dank der Entwicklung der modernen Medizin
werden Frauen und Männer immer älter. Im Jahr 2015 wird jeder 4. Mann
und 2030 sogar jeder 3. Mann das 65. Lebensjahr erreichen oder
überschreiten. Daher werden Frauen und Männer im Alter mit
Krankheiten konfrontiert, die sie früher oft gar nicht mehr erlebt
haben. Die Gesundheitskosten einer Person bis 50 Jahre betragen ca.
700 Euro pro Jahr, die einer Person über 65 Jahre ca. 3.500 Euro.
"Jedes Jahr steigern das Land Niederösterreich und die
niederösterreichischen Gemeinden ihre Beiträge zum Gesundheitssystem
um rund 5 Prozent. Lediglich der Bund und die Sozialversicherungen
haben ihre Beiträge gedeckelt und seit Jahren nicht erhöht. Da auf
Grund der steigenden Lebenserwartung auch die Kosten für das
Gesundheitssystem steigen, muss dem bei den kommenden
Finanzausgleichsverhandlungen Rechnung getragen werden. Der
Finanzminister muss deshalb mehr Geld für das Gesundheitswesen
bereitstellen", fordert Landerat Mag. Wolfgang Sobotka.
1,1 Milliarden Euro werden in Niederösterreich jedes Jahr für den
Betrieb der 27 Spitäler ausgegeben. Bauprojekte in der Höhe von 702
Millionen Euro sind derzeit in Umsetzung und Planung.
Dazu gehören u.a. der Bau der Strahlentherapie im Krankenhaus
Krems (21 Millionen Euro) und der Ausbau des Krankenhauses Wiener
Neustadt (11 Millionen Euro für Neurochirurgie und Intensivstation).
Neben dem Zu- und Umbau des Krankenhaus Tulln (rund 51,9 Millionen
Euro für Neurologie, Psychiatrie und "Stroke Units") wird auch das
Krankenhaus Neunkirchen neu gebaut (rund 72 Millionen Euro). Im
Zentralklinikum St. Pölten ist derzeit die Neurochirurgie,
Herzchirurgie und Kardiologie in Bau. Die 78 Betten umfassende
Nuklearmedizin und PET werden 2007 fertig und kosten insgesamt 99,5
Millionen Euro. Allein 2004 werden 304 Millionen Euro verbaut.
"Niederösterreich investiert massiv in den Ausbau der Spitzenmedizin
und muss den Vergleich mit Wien nicht scheuen. Auch kleine Einheiten
bieten in Niederösterreich Spitzenmedizin an", so Sobotka.
In Niederösterreich werde alles getan, um die Bevölkerung auch in
Zukunft hervorragend medizinisch zu versorgen, so Sobotka. "Jedem
Bürger muss es möglich sein, innerhalb von 25 Minuten ein Krankenhaus
zu erreichen." Das Land bekenne sich zur notwendigen regionalen
Versorgung mit den 27 Spitalsstandorten. Dabei werde aber auch
besonderes Augenmerk auf das ständige Hinterfragen medizinischer
Strukturen und ihrer wirtschaftlichen Effizienz gelegt. Mit dem Ziel,
das Gesundheitssystem ständig zu verbessern, Sparpotenziale
auszuschöpfen und Doppelgleisigkeiten abzubauen.
OTS0174 2004-09-01/15:07
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK






