• 01.09.2004, 14:24:55
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Werbebesteuerung erreicht heuer "100 Millionen-Schmerzgrenze"

Ruttinger: Höchster Interventionsbedarf für alle Medienunternehmen des Landes

Wien (PWK579) - In den ersten 7 Monaten wurden im
Finanzministerium Werbesteuereingänge von 57,123 Millionen Euro
verbucht. Dies ist gegenüber dem Vergleichszeitraum 2003 ein Zuwachs
von ca 9,8%. "Damit brachte jedes Monat im heurigen Jahr ein neues
Allzeithoch an Werbeabgaben" so Fachverbandsobmann Walter Ruttinger.
Die von ihm prognostizierte "100 Millionen-Schmerzgrenze" im heurigen
Jahr sei bereits gefährlich nahe.

Das Werbesteueraufkommen im Juli betrug 9,166 Mio Euro, eine
Steigerung von 8,3 % zum Juli 03. Das erhebliche Mehraufkommen geht
überwiegend auf die zusätzlich auf Postwurfporto ausgeweitete
Steuerbasis zurück. Der Sprecher der Kommunikationsbranche sieht
nicht nur für seine Mitglieder, sondern alle Medienunternehmen
Österreichs höchsten Interventionsbedarf.

Der Fachverband Werbung analysiert, wie berichtet, monatlich die
realen "Mass Media Net Spendings" auf der Basis der geleisteten
Werbesteuer. Gemäss den Zahlungseingängen beim Finanzministerium für
den Monat Juli, die den Werbemonat Mai abbilden, betrug die Zunahme
gegenüber dem Vergleichszeitraum 8,3%. Wenn man die WA-Beträge für
Postwurf herausrechnet, die die Branche heuer erstmals zusätzlich
belasten, ergibt sich ein nur knappes Plus des Marktes im Mai von ein
bis zwei Prozent.

Noch sieht Ruttinger Chancen, bei den laufenden
Finanzausgleichsverhandlungen, wo die WKÖ die Abschaffung der
Werbeabgabe nachdrücklich fordert, die weltweit einzigartige Steuer
los zu werden. Sämtliche Verhandlungsteilnehmer - darunter viele
Spitzenbeamte - wurden vom Fachverband anlässlich der bevorstehenden
heißen Verhandlungsphase detailliert über die für den Standort
nachteiligen Konsequenzen der Werbesteuer in Österreich informiert.
Für die Medienunternehmer als primäre Zahler der Steuer bestehe
höchster Interventions- und Handlungsbedarf, ebenfalls in Richtung
ersatzlose Abschaffung politisch zu intervenieren, so der
Fachverband. Aus Sicht der Inkassanten läuft die Steuereinhebung
nämlich wie geschmiert, weil die Zahlungsverpflichteten glauben, sie
verrechneten die Steuer ohnehin nur weiter, bezahlten sie aber gar
nicht selber. (hp)

OTS0163    2004-09-01/14:24

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