• 01.09.2004, 12:55:53
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ÖH: "Fussfessel" Studienbeitragsverordnung

Medienaktion der ÖH vor dem Bildungsministerium

Wien (OTS) - Die ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft) führte
heute eine Medienaktion vor dem Bildungsministerium durch. Die Aktion
richtete sich gegen die unfassbaren Bedingungen, mit welchen
ausländische Studierende ab kommendem Wintersemester zu kämpfen
haben. Verdeutlicht wurden diese durch "Fussfesseln", welche die
AktivistInnen an den Füssen trugen, um die Hindernisse und
Erschwerungen, die diese Regelung für Betroffene schafft, zu
verdeutlichen. Gleichzeitig sollte die Stellungnahme der ÖH zum
Entwurf der Studienbeitragsverordnung 2004 an Ministerin Gehrer
übergeben werden. Sektionschef Höllinger nahm das Schreiben
stellvertretend entgegen und erklärte, dass das Ministerium bereit
sei, entsprechende Gespräche mit der ÖH zu führen.

"Es wird sich weisen, ob die Zusage Höllingers ernst gemeint war,
denn schließlich haben wir schon vor Wochen diesbezüglich um einen
Termin bei der Ministerin angefragt", erklärt Patrice Fuchs aus dem
Vorsitzteam der ÖH. "Scheinbar braucht es erst Medienpräsenz, um eine
Reaktion des Ministeriums zu bewirken.", so Fuchs weiter.

"Das vorhandene Interesse der Öffentlichkeit zeigt, dass dieses
Problem durchaus nicht zu unterschätzen ist", führt Barbara Wittinger
aus dem Vorsitzteam weiter aus. "Ministerin Gehrer zeigt hoffentlich
endlich Vernunft und versucht nicht weiterhin die finanziellen
Probleme der Universitäten durch das Schröpfen der Studierenden zu
lösen."

"Das Bildungsministerium hat sich selbst zum Ziel gesetzt, die
Internationalität zu erhöhen. Mit dieser Verordnung wird jedoch genau
das Gegenteil bewirkt. Die ÖH wird diesen Schritt nicht einfach
hinnehmen!", kündigt das Vorsitzteam unisono an.

OTS0133    2004-09-01/12:55

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