- 31.08.2004, 11:46:02
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AK fordert radikales Umdenken in der Industriepolitik
"VA Tech-Übernahme verhindern"
Graz (OTS) - Ein "radikales Umdenken" in der Industriepolitik
fordert der Präsident der steirischen Arbeiterkammer, Walter
Rotschädl, von der Bundesregierung vor dem Hintergrund der massiven
Übernahmegerüchte im Zusammenhang mit der VA Tech: "Der
Privatisierungswahn bedroht nach der Telekom nun ein weiteres
österreichisches Schlüsselunternehmen. Nur ein Mitziehen des
15-Prozent-Eigentümers ÖIAG bei der bevorstehenden Kapitalerhöhung
kann eine Zerschlagung der VA Tech verhindern". Bei einer
Zerschlagung des Technologiekonzerns stehe die Bundesregierung
endgültig vor den Trümmern ihrer verfehlten Wirtschaftspolitik.
Die AK habe immer davor gewarnt, auf eine Sperrminorität im
öffentlichen Eigentum zu verzichten, so Rotschädl: "Kein privater
Kernaktionär kann auf Dauer gezwungen werden, seinen Anteil zu
behalten." Bei einem Ausverkauf und der drohenden Zerschlagung des VA
Tech-Konzerns in seine Einzelteile sind Auswirkungen auf die rund
8.000 Arbeitsplätze - davon knapp 2.000 in der Steiermark - zu
befürchten. Weiters sind Tausende Arbeitsplätze bei Zulieferern
betroffen.
Neben der ÖIAG sind aber auch die Länder in der Pflicht, ihr
Scherflein zu einer Kernaktionärsstruktur beizutragen, regt Rotschädl
die Umsetzung des Plans an, über eine Steiermark-Holding
Beteiligungen an steirischen Schlüsselunternehmen zu erwerben:
"Gemeinsam mit der ÖIAG und der im Aufbau befindlichen
Mitarbeiterbeteiligung müsste es gelingen, eventuelle feindliche
Übernahmen abzuwehren und steirische Arbeitsplätze zu sichern."
OTS0090 2004-08-31/11:46
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