- 31.08.2004, 09:24:47
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Wien: Erstmals gemeinsame Schulung Feuerwehr, Rettung, Polizei
Ziel: besseres Kennenlernen der jeweiligen Organisationen
Wien (OTS) - "Interdisziplinäres Aufarbeiten und Werten von
(Amts-)Handlungen" hieß ein Pilotseminar für Angehörige der Wiener
Rettung (MA 70), Wiener Feuerwehr (MA 68) und der Polizei. Ziel
dieses dreitägigen Seminars in der Volkshochschule Hernals war es,
die jeweiligen Organisationen besser kennen zu lernen und so im
Interesse der WienerInnen zu einer noch professionelleren
Aufgabenerfüllung zu finden.
Stadträtin Mag.a Renate Brauner, zuständig für die Wiener
Rettung (MA 70) und die Wiener Berufsfeuerwehr (MA 68), unterstützt
die gemeinsame Ausbildung: "Wien ist eine der sichersten Metropolen
der Welt. Dies ist auch ein Verdienst der ausgezeichneten Arbeit von
Polizei, Rettung und Feuerwehr. Der Einsatz der engagierten
MitarbeiterInnen jeden Tag rund um die Uhr ist auch der Garant, dass
dies so bleibt. Eine vernetzte Ausbildung ist somit im Interesse von
uns allen und zum Schutz der WienerInnen."****
Oberstleutnant Friedrich Kovar (Polizei Wien) als Seminarleiter,
Dr. Brigitte Lueger-Schuster (Universität Wien, Institut für
Psychologie), Dr. Reinhard Malzer (Wiener Rettung) und Brandrat Ernst
Ambrozy (Feuerwehr Wien) gelang es erstmals, die wichtigsten
Blaulichtorganisationen Wiens in einem Seminar zusammenführen.
Gerade Blaulichtorganisationen nehmen sich wenig Zeit, über sich
selbst zu reflektieren. Aber genau diese Fähigkeit ist wichtig, um
andere Organisationen und deren Kultur kennen und verstehen zu
lernen. Besseres gegenseitiges Verständnis führt im Einsatz zu
besseren Erfolgen.
Den 15 TeilnehmerInnen aus allen hierarchischen Ebenen wurde in
den einzelnen Modulen "Zeit geschenkt", über die eigene Organisation
zu reflektieren, und die Kulturen der anderen Organisationen zu
erfahren. Anhand praktischer Fälle wurde über die Bereiche Stress,
Angst, Leitbild, Erwartungen, Macht der Sprache oder "Problemfeld
Hilfe" aufgearbeitet.
Oberstleutnant Friedrich Kovar: "In diesem Seminar sind
mindestens drei verschiedene Kulturen von Blaulichtorganisationen
aufeinander getroffen. In der Konzeption des Seminars ist es nicht
darum gegangen, das richtige Löschen, Wiederbeleben oder Verhaften zu
vermitteln, sondern die "lebenswichtigen" Grundlagen wie "Wer bin
ich?, Warum tue ich, was ich tue?, Welche Einstellung habe ich zu
Menschen?". Wenn dieses Grundwissen bei MitarbeiterInnen von
Blaulichtorganisationen nicht weitgehend klar ist, brauchen wir keine
"Fachseminare". Diese würden dann auf Sand aufbauen. Mit solchen
Seminaren könnten wir starke Fundamente bauen."
Eine Teilnehmerin nach dem Seminar: "Ich war von diesem Seminar
beeindruckt. Ich finde die Idee großartig und bin sicher, dass die
Seminare dazu beitragen, dass sich die Menschen, mit denen wir
"amtshandeln", und auch wir Einsatzkräfte, verstanden und geborgen
fühlen können." (Schluss) sl
OTS0027 2004-08-31/09:24
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