VP-Pfeiffer: Steigender Alkopops-Konsum bei Jugendlichen alarmierend

Wien (VP-Klub): "Die problematische Entwicklung des Alkoholkonsums bei Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren macht es dringend notwendig, das Problembewusstsein in der Öffentlichkeit von politischer Seite her zu fördern", betonte der Drogensprecher der ÖVP Wien, LAbg. Gerhard Pfeiffer, in einer Pressekonferenz zum Thema "Schulbeginn und Alkopops". "Die ÖVP Wien schlägt daher einen umfassenden Maßnahmenkatalog vor, um das Problembewusstsein bei allen Beteiligten - also auch bei den Eltern - zu sensibilisieren."

Laut aktueller Studien werden Alkopops von rund 50% der 14 bis 19 Jährigen mindestens einmal im Monat konsumiert. Im letzten Monat gaben 20% der Jugendlichen an, über dreimal Alkopops gekauft zu haben. "Das Alarmierende dabei ist vor allem die kontinuierlich steigende Tendenz bei der Konsumtion derartiger Suchtmittel. Der steigende Konsum der Alkopops hat keineswegs einen Rückgang bei anderen Alkoholika verursacht, sondern kommt zu deren Verzehr noch hinzu", so Pfeiffer weiter.

Alkopops sind Mischgetränke, die eine Mischung aus mehreren gesundheitsbeeinträchtigenden Stoffen, wie zum Beispiel Alkohol und Koffein, Taurin und Glucuronolacton, beinhalten. "Es besteht dabei der Verdacht, dass sich die Substanzen in ihrer Eigenschaft, Abhängigkeit zu erzeugen, beeinflussen", so der VP-Drogensprecher. Durch die Maskierung des Alkohols durch verschiedene Geschmackszusätze, die Alkopops wie Limonade schmecken lassen, werden auch bisher vom Geschmack des reinen Alkohols abgeschreckte Konsumentengruppen zum Alkoholkonsum verleitet.

"Wir wollen den Menschen keineswegs den Spaß verderben, aber in einer Gesellschaft, in der der Alkoholkonsum immer mehr zur Norm wird, ist es wichtig, möglichst früh einen kontrollierten Umgang mit Alkohol zu erlernen", betonte Pfeiffer abschließend.

Vorschläge der ÖVP Wien für ein Maßnahmenpaket

-) Demaskierung
Anbringung von auffälligen Hinweisen auf den Flaschen über den Inhalt an Alkohol und den Folgen für den Alkoholgehalt im Blut.

-) Einführung einer Sondersteuer für in Flaschen oder Dosen abgefüllte Premix oder RTD (Ready to Drink) - Getränke. Siehe Schweiz (drzt. 1,80 sFR pro Flasche).

-) Änderung des Wiener Jugendschutzgesetzes nach Salzburger Vorbild, nach dem gebrannte alkoholische Getränk erst von Jugendlichen Menschen ab Vollendung des 18. Lebensjahres konsumiert werden dürfen.

-) Änderung des Wiener Jugendschutzgesetzes dahingehend, dass auch die Abgabe von alkoholischen Getränken im Handel an Jugendliche untersagt wird.

-) Verstärkte Kontrollen in Bereichen in- und außerhalb der bisher bereits definierten Veranstaltungen und Gaststättenbetriebe, z.B. in Parks, vor Tankstellen oder ähnlichen Treffpunkten, wo vermehrt Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen erkannt wird.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
presse@oevp.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0001