• 30.08.2004, 12:07:15
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VP-Pfeiffer: Steigender Alkopops-Konsum bei Jugendlichen alarmierend

Wien (VP-Klub): "Die problematische Entwicklung des Alkoholkonsums
bei Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren macht es dringend
notwendig, das Problembewusstsein in der Öffentlichkeit von
politischer Seite her zu fördern", betonte der Drogensprecher der ÖVP
Wien, LAbg. Gerhard Pfeiffer, in einer Pressekonferenz zum Thema
"Schulbeginn und Alkopops". "Die ÖVP Wien schlägt daher einen
umfassenden Maßnahmenkatalog vor, um das Problembewusstsein bei allen
Beteiligten - also auch bei den Eltern - zu sensibilisieren."

Laut aktueller Studien werden Alkopops von rund 50% der 14 bis 19
Jährigen mindestens einmal im Monat konsumiert. Im letzten Monat
gaben 20% der Jugendlichen an, über dreimal Alkopops gekauft zu
haben. "Das Alarmierende dabei ist vor allem die kontinuierlich
steigende Tendenz bei der Konsumtion derartiger Suchtmittel. Der
steigende Konsum der Alkopops hat keineswegs einen Rückgang bei
anderen Alkoholika verursacht, sondern kommt zu deren Verzehr noch
hinzu", so Pfeiffer weiter.

Alkopops sind Mischgetränke, die eine Mischung aus mehreren
gesundheitsbeeinträchtigenden Stoffen, wie zum Beispiel Alkohol und
Koffein, Taurin und Glucuronolacton, beinhalten. "Es besteht dabei
der Verdacht, dass sich die Substanzen in ihrer Eigenschaft,
Abhängigkeit zu erzeugen, beeinflussen", so der VP-Drogensprecher.
Durch die Maskierung des Alkohols durch verschiedene
Geschmackszusätze, die Alkopops wie Limonade schmecken lassen, werden
auch bisher vom Geschmack des reinen Alkohols abgeschreckte
Konsumentengruppen zum Alkoholkonsum verleitet.

"Wir wollen den Menschen keineswegs den Spaß verderben, aber in einer
Gesellschaft, in der der Alkoholkonsum immer mehr zur Norm wird, ist
es wichtig, möglichst früh einen kontrollierten Umgang mit Alkohol zu
erlernen", betonte Pfeiffer abschließend.

Vorschläge der ÖVP Wien für ein Maßnahmenpaket

-) Demaskierung
Anbringung von auffälligen Hinweisen auf den Flaschen über den Inhalt
an Alkohol und den Folgen für den Alkoholgehalt im Blut.

-) Einführung einer Sondersteuer für in Flaschen oder Dosen
abgefüllte Premix oder RTD (Ready to Drink) - Getränke. Siehe Schweiz
(drzt. 1,80 sFR pro Flasche).

-) Änderung des Wiener Jugendschutzgesetzes nach Salzburger Vorbild,
nach dem gebrannte alkoholische Getränk erst von Jugendlichen
Menschen ab Vollendung des 18. Lebensjahres konsumiert werden dürfen.

-) Änderung des Wiener Jugendschutzgesetzes dahingehend, dass auch
die Abgabe von alkoholischen Getränken im Handel an Jugendliche
untersagt wird.

-) Verstärkte Kontrollen in Bereichen in- und außerhalb der bisher
bereits definierten Veranstaltungen und Gaststättenbetriebe, z.B. in
Parks, vor Tankstellen oder ähnlichen Treffpunkten, wo vermehrt
Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen erkannt wird.

OTS0078    2004-08-30/12:07

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