- 28.08.2004, 10:02:00
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Weninger: Aus für Schuldenfalle Handy bei Jugendlichen
Erhobener Zeigefinger und Schuldzuweisungen sind wenig hilfreich
St. Pölten, (SPI) - Das "Aus für die ‚Schuldenfalle Handy' bei
Jugendlichen", fordert SPNÖ Klubobmann, LAbg. Hannes Weninger. Der
sorglose Umgang mit dem Handy lockt immer mehr junge Menschen in
finanzielle Probleme. "Der boomende Markt und manche großzügige Bank
machen es leicht die Konsumfalle zuschnappen zu lassen, der Weg vom
jungen ‚Vieltelefonierer' zum jugendlichen ‚Dauerverschuldeten' ist
für manche ein kurzer", betont Weninger. Zielgruppenorientierte
Aufklärungskampagnen, die Jugendliche auf die Schuldenfalle Handy
hinweisen und vor nachhaltigem Schaden bewahren, sollen dabei helfen
diesem alarmierenden Trend entgegenzuwirken. Zusätzlich soll auf die
Netzanbieter eingewirkt werden, neue Kosten-Warnsysteme zu
entwickeln. Weninger: "Wenn nichts passiert, droht ein weiterer
Anstieg der verschuldeten Jugendlichen in den nächsten Jahren und die
‚Schuldenfalle Handy' wird weiterhin gnadenlos zuschnappen." ****
Im Sommer und im Urlaub ist die Gefahr besonders groß. Oft werden die
teuren Telefongebühren im Urlaubsland erst bewusst, wenn nach Wochen
die hohe Abrechnung zugesandt wird. Außerdem werden in der Ferienzeit
aufgrund des erhöhten Freizeitangebots auch teure Multimedia-Dienste
verstärkt in Anspruch genommen. Die vielfältige Nutzung des
Mobiltelefons für attraktive Klingeltöne, Witze, Logos oder SMS und
der schnelle Anruf bei Freunden treibt die Kosten rasch in die Höhe.
Der Gedanke an die Rechnung bleibt zunächst ausgeblendet. Dieses
Verhaltensmuster wird noch unterstützt, wenn bis zum 18. Lebensjahr
Eltern oder Großeltern zunächst für die Jugendlichen das Handy
finanzieren.
"Die Einstellungen zum Thema Handy generell und zu den neuen
Technologien sind bei der Mehrheit der Jugendlichen derart verankert,
dass sie sich eine Welt ohne Handy, Internet, Games usw. gar nicht
vorstellen können und wollen. Damit ist aber auch klar, dass ein
‚erhobener Zeigefinger' und Schuldzuweisungen gegenüber den
Jugendlichen bezüglich ihres Verhaltens nicht weiterhelfen, sondern
nur Aufklärungsarbeit hier das fehlgeleitete Konsumverhalten ändern
wird", so Klubobmann LAbg. Weninger abschließend.
(Schluss) ha
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