• 26.08.2004, 11:35:07
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Wehsely: Bund hungert NGOs aus

Sonja Wehsely besucht Anti-Rassismusberatungsstelle ZARA

Wien (OTS) - "Die Aushungerungspolitik des Bundes gegenüber NGOs
und Beratungsstellen nimmt kein Ende. Die Stoßrichtung ist dabei
klar: Beratungsstellen, die wichtige Arbeit für die Gesellschaft
leisten, wird Schritt für Schritt die Grundlage entzogen", betonte
Integrationsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely Donnerstag nach einem
Besuch bei der ZARA - Beratungsstelle für ZeugInnen und Opfer von
Rassismus. Zahlreiche Unterstützungsansuchen des Vereins beim Bund
seien jeweils "mit nichtssagenden Vierzeilern" abgelehnt worden.****

Hikmet Kayahan, Leiter der ZARA-Beratungsstelle für Opfer und
ZeugInnen von Rassismus, kämpft auch 2004 ums finanzielle Überleben
seines dreiköpfigen Teams: "Die Förderung der Stadt Wien ermöglicht,
dass wir überhaupt Opfer und ZeugInnen von Rassismus beraten können.
Wir baden all das aus, was der Bund in Bezug auf
Anti-Rassismus-Arbeit verabsäumt."

Dieter Schindlauer, Obmann der Anti-Rassismus-Organisation ZARA:
"Besonders skurril ist, dass nun laut dem neuen
Gleichbehandlungsgesetz sämtliche Ministerien in der
Gleichbehandlungskommission vertreten sind, aber gleichzeitig alle
Ressorts die Ansuchen von ZARA monoton mit dem Argument ablehnen, für
den Bereich Diversität und Anti-Rassismus nicht zuständig zu sein."

"Eines der größten Probleme für alle Vereine ist der Zeitpunkt
über Subventionsentscheidungen. Der Bund trifft diese oft erst im
Spätherbst, wodurch Vereine und ihre Vorstände in erhebliche
Schwierigkeiten kommen", so Wehsely. Präventive Kündigungen, damit im
Falle gebrochener Subventionsversprechungen arbeitsrechtliche
Kündigungsbestimmungen eingehalten werden können, seien die Folge,
schloss Wehsely. (Schluss) me

OTS0086    2004-08-26/11:35

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