• 25.08.2004, 12:40:06
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ÖH: Gehrer soll endlich die Karten auf den Tisch legen

ÖH fordert größtmögliche Transparenz bei Budgetverhandlungen mit
Minister Grasser

Wien (OTS) - Nach Beginn der Verhandlungen mit Minister Grasser
und dessen Aussagen, dass es keinen Cent mehr als in den Jahren zuvor
geben werde, fordert die ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft)
von Ministerin Gehrer die Offenlegung der bisherigen
Gesprächsergebnisse und erinnert diese an den von der ÖH letzte Woche
erteilten Verhandlungsauftrag im Namen aller Studierenden.

"Tausende Studierende werden durch Grassers Ankündigung, das
Unibudget auf dem selben niedrigen Niveau wie in den letzten Jahren
halten zu wollen, verunsichert und sehen bereits jetzt wieder
katastrophalen Zuständen an Unis und Pädaks entgegen. Durch Grassers
und Gehrers Sparkurs sind Österreichs Universitäten nicht
zukunftsfähig. Die StudentInnen haben ein Recht darauf zu erfahren,
ob sich die Situation an den Unis und Akademien noch weiter
verschärfen wird oder endlich die Selbstverständlichkeit einer
nachhaltigen und finanziell abgesicherten Bildungspolitik erkannt
wird. Nur durch Transparentmachung der Verhandlungen kann den
Studierenden die Verunsicherung genommen werden!", so Patrice Fuchs
aus dem Vorsitzteam der ÖH.

Barbara Wittinger, ebenfalls aus dem Vorsitzteam, dazu: "Gehrer
ist gemeinsam mit Grasser für das Finanzdebakel im Bildungssektor
verantwortlich. Ihre Aufgabe ist es, greifbare Verbesserungen in den
Verhandlungen zu erzielen. Sollte Sie scheitern, wäre es angebracht
zu gehen. Ihre Aufgabe muß es sein, Ausgleich für die Mittel, die den
Universitäten und Akademien seit 2001 laufend gestrichen werden, zu
verhandeln, ebenso wie die Ausschüttung einer Investitionsmilliarde
für die kommenden 10 Jahre. Mindestens 200 Millionen Euro davon
müssen bereits im ersten Jahr für den Ausbau von Kapazitäten und
notwendige Infrastrukturmaßnahmen bereit gestellt werden!".

"Sollten in den kommenden zwei Jahren Österreichs Universitäten
einmal mehr mit Almosen abgespeist werden, dann ist das Gehrer'sche
Ziel der Weltklasse niemals erreichbar. Die Schäden im Bildungssektor
wären derart gewaltig, dass ein Aufräumen des Trümmerbergs Jahre in
Anspruch nehmen würde." erinnern abschließend die beiden Vorsitzenden
unisono an die Verantwortung Gehrers und Grassers gegenüber der
Allgemeinheit.

OTS0111    2004-08-25/12:40

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO

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