- 25.08.2004, 12:10:33
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Lärmschutzmaßnahmen in Wien
Schienenlärmkataster liefert objektive Daten zu Lärmbelastung - Projektauswahl nach klaren Prioritäten
Wien (OTS) - Die Stadt Wien investiert jährlich 1, 8 Mio Euro in
Lärmschutzmaßnahmen. Das im April 2001 zwischen Land Wien und Bund
abgeschlossene Übereinkommen über die schalltechnische Sanierung der
ÖBB Bestandstrecken ist in Wien die Voraussetzung für die Umsetzung
von Maßnahmen entlang von Wiener Schienenstrecken. "Die Stadt Wien
ist selbstverständlich verpflichtet, die zur Verfügung stehenden
finanziellen Mittel mit möglichst hohem Nutzen im Sinne einer
nachhaltigen Lärmsanierung einzusetzen. Dies geschieht ausschließlich
nach objektiven Kriterien", betont Ing. Wolfgang Khutter,
stellvertretender Abteilungsleiter der Wiener Umweltschutzabteilung.
Pro Jahr stehen Mittel im Ausmaß von je 1,8 Mio Euro jeweils von
Bund und Land Wien zur Verfügung, also insgesamt 3,6 Mio Euro. Die
Umsetzung der Lärmschutzmaßnahmen kann nur abschnittsweise und über
einen längeren Zeitraum erfolgen, erläutert Khutter. Um dabei
Ungerechtigkeiten zu vermeiden, wurde zwischen Bund und Land Wien
eine einheitliche Vorgangsweise nach klar nachvollziehbaren
Prioritäten vereinbart.
Schienenlärmkataster: Objektive Daten als Grundlage für
Maßnahmen
Basis für die Entscheidung, an welchen Streckenabschnitten in
Wien Lärmschutzmaßnahmen errichtet werden, ist der
Schienenlärmkataster. Bereiche, bei denen eine
Grenzwertüberschreitung von 55 Dezibel in der Nacht ausgewiesen
wurde, werden von der Stadt Wien in das Lärmsanierungsprojekt
aufgenommen. Der Schienenlärmkataster liefert die objektiven Daten zu
Lärmbelastungen der WienerInnen an den Wiener Schienenstrecken der
ÖBB. In diesen Daten sind auch bereits die Verkehrsprognosen für das
Jahr 2016 berücksichtigt, um eine nachhaltige Lärmminderung für die
Menschen gewährleisten zu können.
Die Reihenfolge, in der diese ausgewählten Streckenabschnitte
saniert werden, hängt wiederum von der Lärmbelastung und der Anzahl
der an diesen Strecken lebenden AnrainerInnen ab. "So wird die
Prioritätenreihung berechnet. Die jetzt in Angriff genommenen
Lärmschutzprojekte befinden sich in dieser Reihung ausschließlich in
der Prioritätsstufe 1", erläutert Khutter.
Lainzer Tunnel wird Lärmbelästigung in Hietzing entscheidend
verringern
An der Verbindungsbahn im 13. Bezirk wurde, wie auch für andere
Streckenabschnitte, eine Grenzwertüberschreitung ausgewiesen.
Aufgrund der Berechnungen für die Prioritätenreihung liegt der
Bereich an der Verbindungsbahn nicht in der obersten Priorität.
Sicher ist, dass auch an der Verbindungsbahn Schallschutzmaßnahmen
umgesetzt werden. Wann es zur Realisierung kommt, hängt vom
Baufortschritt an den dringlicheren Sanierungsabschnitten und von den
zur Verfügung stehenden Mitteln ab.
Mit der Inbetriebnahme des Lainzer Tunnels ist zu erwarten, dass es
für die BewohnerInnen zu einer entscheidenden Verbesserung der
Lärmbelastung kommen wird, da zukünftig der gesamte Güterverkehr im
Tunnel geführt werden wird, erläutert Khutter abschließend. (Schluss)
vor
OTS0097 2004-08-25/12:10
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