• 25.08.2004, 12:01:01
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Frais: Stärkung von Präventionsmaßnahmen bringt Einsparungen im Gesundheitssystem

Weil bereits jedes vierte Kind zu dick ist, muss Negativ-Entwicklung gegengesteuert werden

Linz (OTS) - Das Selbstverständnis des österreichischen
Gesundheitssystems muss neben der primär nachsorgenden Behandlung
kranker Menschen auch die Förderung präventiver
gesundheitserhaltender Maßnahmen umfassen, ist SP-Klubobmann Dr. Karl
Frais überzeugt. "Die Vorteile der Prävention liegen auf der Hand:
Wenn die Menschen weniger krank werden, dann fallen nicht nur teure
Behandlungskosten weg, sondern es fallen auch weniger
Krankenstandstage an. Vor allem bei älteren Mitmenschen ergäben sich
zusätzliche Vorteile, da diese durch gezielte Präventionsmaßnahmen
länger für sich selbst sorgen könnten und Betreuungseinrichtungen
erst später in Anspruch genommen werden müssten", erklärt Frais. Als
erste Stoßrichtung fordert Frais eine Intensivierung und Reform des
Schulsports und ein Gütesiegel für gesundheitsfördernde Sport- und
Bewegungskurse.

Die jüngsten Meldungen, dass bereits jedes vierte Kind zu dick sei,
müssten - so Frais - als Auftrag an die Politik gesehen werden den
Schulsport auszubauen. "Die Kinder und Jugendlichen müssen Spaß an
der Bewegung und beim Sport in der Schule haben - nur dann können
positive Effekte erzielt werden und die Kinder in der Folge auch zum
nachhaltigen Freizeitsport herangeführt werden. Deswegen muss das
Schulsportangebot quantitativ erhöht und an zeitgemäße
Jugendinteressen im Sinne von Bewegungserziehung angenähert werden",
konkretisiert der SP-Klubchef und weist auf einen entsprechenden
SP-Initiativantrag im Oö. Landtag hin. "Der im November 2003
eingebrachte Antrag konnte bislang leider noch nicht erledigt werden,
weil die ÖVP den entsprechenden Unterausschuss noch immer nicht
einberufen hat."

Ein Vorbildprojekt in Sachen Prävention stellt für Frais auch das
deutsche Qualitätssiegel "Sport pro Gesundheit" dar. "Damit werden
vom Deutschen Sportbund in Kooperation mit der deutschen Ärztekammer
Kurse ausgezeichnet, in deren Konzept die präventive Wirkung von
Bewegung besonders im Vordergrund steht. Die Bedeutung eines solchen
Projekts wird vor allem dann deutlich, wenn man weiß, dass
beispielsweise Rückenleiden mit 30 Prozent die häufigste Ursache für
Krankmeldungen sind", so der SP-Klubobmann. "Durch
zukunftsorientierte Präventionsmaßnahmen im Gesundheitssystem in Form
von körperlicher Bewegung mit Spaß und Freude wird nicht nur die
Lebensqualität erhöht, sondern es können auch die Kosten geringer
gehalten werden", schließt Frais.

OTS0092    2004-08-25/12:01

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