- 25.08.2004, 11:13:45
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En garde: Die Musketiere reiten wieder im ORF
Dreharbeiten zum TV-Spektakel auf Hochtouren, ORF-TV-Premiere voraussichtlich 2005
Wien (OTS) - Wallendes langes Haar so wild-geschmeidig wie die
Pferde, auf denen sie gen Gerechtigkeit reiten, Bärte so spitz wie
die Säbel, die sie unter dem Motto "Einer für alle und alle für
einen" führen, und Abenteuer so gediegen-spannend, wie sie nur
entlang des Ärmelkanals sein können. Seit Jahrhunderten zählen die
Abenteuer rund um die drei Musketiere zum fixen Actioninventar in
Wort und Bild - nun erreichen sie das 21. Jahrhundert: So spannend,
kampfeslustig und übernatürlich-sinnlich wie nie zuvor. Der Grund:
die soeben von EOS Entertainment (Jan Mojto) unter Beteiligung des
ORF verfilmte 15 Millionen Euro schwere und topbesetzte TV-Adaption
des Dumas-Klassikers, an der noch bis September 2004 gedreht und die
2005 im TV zu sehen sein wird. Zurzeit dreht für "D'Artagnan und die
drei Musketiere" an der Seite von Heino Ferch (Athos), Vincent Elbaz
(D'Artagnan), Gregori Derangere (Aramis) und Gregory Gadebois
(Porthos) Weltstar Emmanuelle Béart, die als geheimnisvolle Mylady de
Winter verpflichtet werden konnte. Mit Gunther Gillian mischt auch
ein Österreicher gehörig in der Musketier-Liga mit. Sehr zur Freude
auch des Regisseurs: Denn Pierre Aknine ist voll des Lobes für den
Ex-"Dolce Vita"-Star. "Als er in Paris vorsprach, wusste ich sofort:
Gunther ist dabei", so der Regisseur. Gillian spielt den Briten
Felton, der Lady de Winter, als sie englischen Boden betritt,
verhaften soll - aber der teuflischen Schönheit verfällt.
Drei Drehtage - aber was für welche!
Bevor der Drehtross in der nächsten Woche nach Kanada übersiedelt,
wählte man das malerische Landschloss "Burghley House" nördlich von
Cambridge als Location. Dort, wo in zwei Wochen die international
renommierten "Burghley Horse Trials" stattfinden und noch vor kurzem
an einer Neuverfilmung von Janes Austens "Pride and Prejudice"
gearbeitet wurde, werkt seit Tagen emsig die "3M-Crew", um
stilgerecht zu filmen, wie D'Artagnan alias Vincent Elbaz Julia
Thurnau (Madame de Guemenee) küsst und sich mit Athos (Heino Ferch)
schlägt. Kampfszenen gibt es auch zwischen Emmanuelle Béart und Heino
Ferch - obwohl der französische Superstar in den Fechtszenen
eigentlich Felton ist. Gunther Gillian bringt in einer Drehpause
Licht ins Dunkel: "Mylady de Winter ging einen Pakt mit dem Teufel
ein. Und in diesem Kampf gegen Athos verkleidet sie sich als Felton."
Nicht ohne Stolz sagt der geborene Wiener, dass er alle seine Szenen
mit Emmanuelle Béart dreht, auch wenn er insgesamt nur drei Drehtage
hat, die jedoch in Prag, Stamford (Burghley House) und Kanada. "Es
macht einfach Spaß, mit großen Stars zu drehen. Emmanuelle ist sehr
freundlich und zuvorkommend. Am Anfang fragte sie mich immer nach den
sehr schnell gesprochenen Regieanweisungen von Pierre Aknine, ob ich
alles verstanden hätte." Ist Gillian von der Person Béart begeistert,
hadert die Schauspielerin selbst mit ihrer eigenen Rolle. "Ich weiß
nicht, ob ich Lady de Winter hätte leiden können", sagt der "Mission
Impossible"-Star unumwunden. "Die Rolle ist sehr spannend, aber
dennoch: Ich biete meinen Körper und mein Schauspiel an, aber nicht
meine Seele." Klar, denn de Winter geht in der Neuverfilmung einen
Pakt mit dem Teufel ein.
Topbesetzt sind auch die Figuren des Athos, Aramis, Portos und
D'Artagnan: Die Hauptrolle des jungen D'Artagnan spielt der Franzose
Vincent Elbaz ("Absolutely Fabulous" mit Catherine Deneuve), als
Athos brilliert Heino Ferch, der bereits bei "Napoleon" dabei war und
im September im vom ORF koproduzierten Hitler-Historiendrama "Der
Untergang" in die Kinos kommt. Aramis wird gespielt von Gregori
Derangere und Porthos von Gregory Gadebois. Jean-Hugues Anglade
("Taking Lives" mit Angelina Jolie, "Betty Blue") ist der
durchtriebene Kardinal Richelieu. Die Rolle der Constance, die Zofe
der Königin und Geliebte D'Artagnans, spielt Diana Amft ("Mädchen,
Mädchen"), Madame de Guemenee ist Julia Thurnau ("Liebe, Lügen,
Leidenschaften").
Frankreich und Tschechien dienten bereits als Drehorte, nächste Woche
übersiedelt man von Großbritannien nach Kanada. Vorlagen für
mittelalterliche Tavernen, verwinkelte Gassen, herrschaftliche
Schlösser und gotische Kathedralen finden sich in den historischen
Altstädten und UNESCO-Weltkulturerben von Bourges und dem
tschechischen Kutna Hora. Die aufwendigen Kostüme für den
Mantel-und-Degen-Film entwarf Pierre-Jean Larroque, der für das
Kostümdesign bei "Napoleon" bereits mit einem Emmy, dem
amerikanischen TV-Oscar, ausgezeichnet wurde.
Nähere Infos zum Inhalt sind unter http://presse.ORF.at abrufbar.
OTS0070 2004-08-25/11:13
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