• 25.08.2004, 09:44:55
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Sparkassen bleiben auf der Überholspur

Sparkassenverbands-Präsident Kassler: "Wir wollen die Nummer Eins in Österreich werden" - Betriebsergebnis im 1. Halbjahr 2004 um 13% verbessert

Wien (OTS) - Die österreichischen Sparkassen (ohne BA-CA) bleiben
auf der Überholspur. "Unsere 59 Mitglieder mit der Erste Bank als
Spitzeninstitut konnten im 1. Halbjahr 2004 ihre Bilanzsumme um 6,5%
auf 116,9 Mrd EUR erhöhen, den Zinsüberschuss um 4,2% ausweiten und
das Betriebsergebnis um 13% steigern", freut sich Josef Kassler,
Präsident des Sparkassenverbandes. Angesichts der vielversprechenden
Entwicklung der Gruppe in den letzten Jahren bekräftigte Kassler das
Ziel der Sparkassen, mittelfristig Marktführer in Österreich zu
werden. "Das rote S der Sparkassen ist schon jetzt die
vertrauenswürdigste Finanzmarke. Bis 2008 wollen wir auch die Nummer
Eins bei den Kunden werden".

Als entscheidenden Schritt zur Erreichung dieses ambitionierten
Zieles bezeichnete Kassler die Reform des Gehaltsschemas im
Sparkassensektor. "Im Gegensatz zu bisher wollen wir künftig viel
stärker die Leistung unserer Mitarbeiter honorieren und nicht nur die
Zeit, die sie in den Sparkassen verbringen. Mit einem flexiblen,
leistungsorientierten und fairen Gehaltsschema können wir nachhaltig
die Ertragskraft der Sparkassen verbessern und damit langfristig
Arbeitsplätze in den Regionen sichern".

Insgesamt konnten die Sparkassen im 1. Halbjahr 2004 ihr
Betriebsergebnis* um 13% auf 471,8 Mio. EUR steigern und damit
bereits 52% des Gesamtwertes 2003 erreichen. "Ich bin optimistisch,
dass wir bis Jahresende noch deutlich zulegen werden", so Kassler.
Die Betriebserträge wuchsen um 4,6%, während die Betriebsaufwendungen
stagnierten (+0,4%) und der Personalaufwand um 0,3% gesenkt werden
konnte. Dank eines voraussichtlich um ein Viertel niedrigeren
Wertberichtigungsbedarfes liegt der erwartete Jahresüberschuss mit
402,2 Mio. EUR um rund 40% höher als 2003.

*Bilanzierung nach Handelsgesetzbuch (HGB)

Im 1. Halbjahr 2004 wuchsen die Primärmittel gegenüber dem
Jahresende 2003 um 3,6 % auf 65,2 Mrd. EUR. Davon entfielen zwei
Drittel auf verbriefte Verbindlichkeiten, der Rest auf Termin- und
Sichteinlagen. Mit einem leichten Rückgang von 0,3% auf 26,7 Mrd. EUR
haben sich die Spareinlagen auf das Niveau des Jahresendes 2003
eingependelt. Die Forderungen an Kunden (Kredite) stiegen insgesamt
um 3,4 % oder 1,7 Mrd EUR auf 52,2 Mrd. EUR. Dabei entfielen weniger
als 60 % des Anstiegs auf Fremdwährungskredite (+ 0,9 Mrd EUR auf
12,6 Mrd EUR, ohne Auslandsfilialen). Privatkredite an inländische
Kunden wuchsen um rund 5%, Firmenkredite blieben mit + 0,1 % nahezu
unverändert.

Der betriebswirtschaftliche Nettozinsertrag (Zinsüberschuss) stieg
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,2% auf 904,4 Mio. EUR und
damit etwas schwächer als das Bilanzvolumen; die Zinsspanne
verminderte sich um 5 Basispunkte auf 1,57%. Hingegen hat sich der
Provisionsüberschuss mit einem Plus von 12,3% auf 325,7 Mio EUR sehr
erfreulich entwickelt, woran das Wertpapiergeschäft mit einer
Steigerungsrate von 29,4% maßgeblich beteiligt war.

Signifikant gebessert hat sich die Kosten/Ertrags-Relation (Cost/
Income-Ratio) von 66,8% auf 64,1%. Spürbar angestiegen ist die
Eigenkapitalverzinsung (RoE) von 6% im ersten Halbjahr 2003 auf
nunmehr 7,1%. Die Produktivität der Mitarbeiter auf Basis des
Betriebsergebnisses erhöhte sich um 16% von 65.000 EUR auf 76.000
EUR. Die Kernkapitalquote verbesserte sich von 9,5 % auf 9,6 %. Das
Geschäftsstellennetz wurde um 19 Stellen auf 1077 Stellen reduziert
und der Personalbedarf dementsprechend angepasst (-1,7% auf 12.483
Mitarbeiter im gewichteten Durchschnitt ).

OTS0035    2004-08-25/09:44

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