- 24.08.2004, 11:05:34
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Starkes Interesse an Beratung zum Thema Ess-Störung
LHStv. Ambrozy setzt auf Prävention - 627 Interessierte und Betroffene im ersten Halbjahr 2004 nützten FGZ-Angebote
Klagenfurt (LPD) - Das Beratungsangebot des Kärntner
Frauengesundheitszentrums (FGZ) in Villach zu Fragen rund um
Ess-Störungen wird von immer mehr Frauen und Mädchen genützt. Wie
Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy heute, Dienstag, mitteilte,
haben im ersten Halbjahr 2004 627 Interessierte und Betroffene, die
jüngste davon erst acht Jahre alt, das kostenlose Infoservice des FGZ
in Anspruch genommen.
Gerade Ess-Störungen würden häufig lange Zeit weder von den
Betroffenen noch von den Kontaktpersonen als Krankheit wahrgenommen.
Ambrozy: "Eine wesentliche Maßnahme zur Verhinderung, Früherkennung
und Bekämpfung der Ess-Störungen ist daher die Präventivarbeit." Das
FGZ habe daher ein umfassendes Angebot entwickelt, das neben
kostenlosen Beratungen, Vorträgen und Fortbildungen auch ein Handbuch
für Angehörige und die kärntenweite Durchführung von
Präventiv-Workshops in Schulen umfasse.
Ess-Störungen zählen zu den häufigsten psychosomatischen
Erkrankungen bei Mädchen und jungen Frauen. Europaweit sind ein
Anstieg der Neuerkrankungen und ein Sinken des Einstiegsalters zu
beobachten. Geschätzte fünf Prozent der weiblichen Bevölkerung
Kärntens erkranken im Laufe ihres Lebens an einer Form der
Ess-Störung. Die Sterblichkeitsrate bei Magersucht liegt bei rund 20
Prozent. Häufig leiden die Frauen zusätzlich an Medikamenten- oder
Drogenmissbrauch, neigen zu selbstverletzendem Verhalten oder geraten
aufgrund ihrer Ess-Brechsucht in die Schuldenfalle.
(Schluss)
OTS0071 2004-08-24/11:05
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