Schasching zu Olympia: Händeschütteln mit den Gesetzlosen

Anmerkungen einer Dachverbandspräsidentin zu den beeindruckenden österreichischen Erfolgen in Athen

Wien (SK) "Immer wieder sonnen sich PolitikerInnen gerne im Schein sportlicher Erfolge. Ganz besonders nach Olympischen Spielen, wo die Popularität mancher SportlerInnen ungeahnte Höhen erreicht und es gilt, auf dieser Welle buchstäblich mit zu schwimmen. Was ganz besonders für die SelbstdarstellerInnen in den Reihen der Regierungsparteien gilt: Sie haben sich das Recht, heimkehrenden SportlerInnen gönnerhaft auf die Schulter zu klopfen, leider noch nicht verdient", erklärte SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die Realität des Österreichischen (Spitzen-)Sportalltags sei nach wie vor eine traurige, so Schasching. Seit mehreren Jahren warten Österreichs erfolgreichste SportlerInnen auf ein Berufssportgesetz, das ihren rechtlichen Status endlich klar definiert und dem Spitzensport eine arbeitsrechtlich klar definierte Basis gibt. Und seit mehreren Jahren blockiere und verschleppe die Regierung dieses Gesetz unter fadenscheinigen Ausreden und Umständen, monierte Schasching.

Ebenso werde dem organisierten Vereinssport und seinen Sportverbänden, die sich um die Betreuung der bejubelten SportlerInnen bemühen, eine langfristige Planung mangels finanzieller Absicherung unmöglich gemacht. Ein Bundessportförderungsgesetz für 2005, das die Basis des organisierten Vereinssports in Österreich bildet, sei noch nicht einmal in Verhandlung - also in weiter Ferne.

Eben "der Bundeskanzler Schüssel, der nun schon bald medienwirksam SportlerInnenhände schütteln wird, hatte noch keine Zeit für einen Termin mit den Verantwortlichen des organisierten Vereinssports. Damit hängen auch die Stars von heute vielleicht schon morgen -finanziell gesehen - in der Luft!", warnte Schasching.

Wenn nicht bald etwas geschiehe, werde dem "gesetzlosen" Österreichischen Spitzensport im Vergleich mit seinen immer besser organisierten SportsfreundInnen in der Welt über kurz oder lang "die Luft ausgehen". "Und dann werden PolitikerInnen kaum mehr Gelegenheit haben, die Freuden des Händeschüttelns und Schulterklopfens zu genießen".

"Vielleicht ist dieser Gedankengang ein Denkanstoß für all jene KollegInnen in den Regierungsparteien, die den Sport noch immer für eine Nebensache halten. Auf die Plätze - fertig - los! KollegInnen, beschließen wir endlich jene Gesetze, die der Österreichische Sport so dringend braucht! Meine Anträge liegen euch vor!", so die Abgeordnete und Vorsitzende des parlamentarischen Sportausschusses Beate Schasching. (Schluss) ps/mm

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