- 21.08.2004, 12:48:47
- /
- OTS0023 OTW0023
LH Haider: Verwunderung über Äußerungen Gusenbauers
Einschränkung der Wohnbauförderung sei Politik gegen den "kleinen Mann" - Kritik am Nichtverkauf der Telekom "unverständlich"
Klagenfurt (LPD) - Sehr erstaunt zeigte sich heute, Samstag,
Landeshauptmann Jörg Haider, über aktuelle Äußerungen von Alfred
Gusenbauer in diversen Medien. Nachdem dieser erst kürzlich für eine
Abschaffung des Kindergeldes plädierte, hatte er nun angeregt, die
Wohnbauförderung einzuschränken.
Dazu Haider: "Nachdem Gusenbauer erst das Kindergeld abschaffen
und damit unseren Familien viel Geld aus der Tasche ziehen wollte,
geht es nun scheinbar den ‚Häuslbauern’ an den Kragen." Mit solchen
Forderungen avanciere Gusenbauer zu einem Vertreter der
Industriellenvereinigung, sagte der Landeshauptmann und bezeichnete
dessen Ideen als eine "Politik gegen den kleinen Mann".
Haider betonte, die Wohnbauförderung sei eine unverzichtbare
Einrichtung, sichere Tausende Arbeitsplätze und sei außerdem eine
wichtige Konjunkturstütze. In diesem Zusammenhang verwies der
Landeshauptmann auf die eben präsentierte Erfolgsbilanz "Sonnenland
Kärnten", in deren Rahmen jede von Eigenheimbesitzern angeschaffte
Solaranlage vom Land gefördert wird. Gusenbauer solle sich an dieser
Politik ein Beispiel nehmen, so der Kärntner Landeshauptmann.
Unverständlich ist für Haider auch die Kritik Gusenbauers rund um
den nicht zustande gekommenen Telekom-Verkauf. Schließlich habe auch
Gusenbauer stets für einen Nichtverkauf plädiert. Er solle daher
anstelle einer Ministerklage besser den Finanzminister für sein
Einlenken loben, sagte der Landeshauptmann.
(Schluss)
OTS0023 2004-08-21/12:48
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL






