AK zu Telekom: Jetzt Schluss mit Verschleuderungsexperimenten

Schaden für Telekom und Finanzplatz

Wien (OTS) - Ein "sofortiges und endgültiges Ende der Verschleuderungsexperimente mit der Telekom Austria" fordert AK Direktor Werner Muhm nach dem geplatzten Verkauf der Telekom an die Swisscom. Er kritisiert, dass die ÖIAG weit über ihre gesetzlichen Kompetenzen hinausgegangen ist - ein neuerlicher Beweis, dass der ÖIAG-Vorstand überfordert ist. Finanzminister Grasser sei anscheinend voll informiert gewesen. Zurück bleibt Schaden für die Telekom Austria und den Finanzplatz Österreich - gleich nach Platzen der Verkaufsverhandlungsverhandlungen fiel der Telekom-Kurs um fünf Prozent, musste die Aktie kurzfristig sogar vom Markt genommen werden. Muhm verlangt, dass die Telekom Austria in öffentlichem Eigentum bleiben muss. Auch die Headquarterfunktion muss langfristig in Österreich bleiben: "Die Telekom ist wichtig für die Sicherung tausender Arbeitsplätze und für die hochwertige Versorgung der Österreicherinnen und Österreicher mit Telekom Diensten."

"Die ÖIAG hat die ihr laut ÖIAG-Gesetz zustehenden Kompetenzen überschritten, indem sie der Swisscom die für das Zustandekommen des Deals notwendigen Beschlüsse des österreichischen Parlaments in Aussicht stellte", kritisiert Muhm. Ein Einstieg der ÖIAG bei der Swisscom über einen Aktientausch wäre nämlich nur über eine Gesetzes-änderung möglich gewesen. Anscheinend war Finanzminister Grasser als Eigentümervertreter informiert. Muhm: "Der Finanzminister trägt daher auch die politische Verantwortung für diese Vorgangsweise und das daraus resultierende Debakel."

"Es muss nun endgültig Schluss mit den fortlaufenden Versuchen sein, wichtige österreichische Infrastrukturunternehmen unter allen Bedingungen zu verscherbeln, damit der Finanzminister ungedeckte Wechsel für die bereits beschlossene Senkung der Unternehmenssteuern einlösen kann", sagt Muhm, "dahinter verbirgt sich keine geschlossene wirtschaftspolitische Konzeption."

"Die österreichische Bevölkerung hat ein Anrecht, dass mit den durch ihre jahrzehntelange Steuerleistung und Gebührenfinanzierung groß gewordenen Infrastukturunternehmen verantwortunmgsvoll und im Sinne der österreichischen Standortinteressen umgegangen wird", sagt Muhm.

Rückfragen & Kontakt:

Peter Mitterhuber
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2347
peter.mitterhuber@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0003