FP-Madejski fordert mehr Pflichten und Sicherheit für Radfahrer

Beschwerden über rücksichtslose Radfahrer in Wien nehmen zu

Wien (OTS) - Wien, 19.08.04 (fpd) - Verpflichtende Fahrradkleidung in Signalfarben, Helmpflicht, Pflichtversicherung, Codenummer und andere Sicherheitsmaßnahmen für Radfahrer fordert der Verkehrssprecher der FPÖ-Wien LAbg. Dr. Herbert Madejski in einer Pressekonferenz und möchte damit eine Diskussion über "mehr Pflichten statt nur Rechte für Radfahrer" in Land und Bund in Gang setzen.

Laut Verkehrsmasterplan soll der Radverkehrsanteil in Wien bis 2010 auf 8 Prozent des Gesamtaufkommens wachsen. Heute sind es 4 Prozent. Radverkehrszählungen ergeben jedoch teilweise drastische Rückgänge:
Beim Westbahnhof gibt es gegenüber 2004 einen Rückgang von 15 Prozent, in der Lasallestraße sogar von 36 Prozent. Wien will alle Einbahnen für die Radfahrer öffnen und die Benützungspflicht der Radverkehrsanlagen streichen. Die FPÖ lehnt beides ab.

Zur gleichen Zeit häufen sich die Beschwerden von Fußgängern und Autofahrern über Radfahrer. Es wird rücksichtslos auf Zebrastreifen, Gehsteigen, in Fußgängerzonen und gegen Einbahnen gefahren. Die FPÖ verlangt hier Schwerpunktaktionen der Polizei. Ebenfalls verbessert soll die verpflichtende Sicherheitsausstattung und der Versicherungsschutz der Radfahrer ab 12 Jahren. Die Forderungen:

1.Helmpflicht
2.Pflichtversicherung (Kooperation Versicherer/Sporthändler) 3.Fahrradkleidung in Signalfarben
4.Eine Codenummer für jeden Fahrradfahrer
5.Codenummer muss auf der Signalkleidung ersichtlich sein 6.Radkäufer muss Haftpflichtversicherung nachweisen
7.Handy- Walk- und Discmanverbot stärker kontrollieren
8.Kein Radfahren auf Busspuren(gefährlich, verkehrsbehindernd) 9.Kein Radweg vor Haltestellen der Öffis
10.Keine gemischten Geh- und Radwege (zu gefährlich)

Wenn die Fahrradfahrer gleichwertige Verkehrsteilnehmer sein wollen, müssen sie auch Pflichten in Kauf nehmen statt nur Rechte zu fordern. Zur Zeit sind die Radler "gleicher" als Fußgänger und Autofahrer. Diese Situation gehört rasch geändert, fordert Madejski abschließend. (Schluß)am

Rückfragen & Kontakt:

Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: 4000/81747, 0664/130 78 15

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0002