AK: 6 Prozent der Sonderangebote im Handel nicht erhältlich

Wien (OTS) - "Sonderangebot", "Besonders günstig!", "Schnäppchen!" So werden verschiede-ne Produkte in Inseraten oft beworben. Doch was dort versprochen wird, wird nicht immer gehalten: Denn rund 6 Prozent der beworbenen Sonderangebote sind im Handel gar nicht erhältlich. Das zeigt ein aktueller AK Test von beworbenen Sonde-rangeboten in den Bereichen Lebensmittel, Textilien, Kameras, Telefon, Computer, Schuhe, Sportartikel, Baumärkte, Spielzeug, Möbel, Autozubehör, Drogeriewaren und Haushaltsartikel. Insgesamt wurden 1549 Sonderangebote auf ihre Erhältlichkeit geprüft. Im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2000 hat sich die Erhältlich-keit verschlechtert: Waren im Jahr 2000 noch 3 Prozent der Sonderangebote nicht erhältlich, so sind es jetzt schon fast 6 Prozent. Beworbene Sonderangebote dürfen keinesfalls nur als Lockmittel dienen, so die AK: die Geschäfte haben dafür zu sorgen, dass eine ausreichende Anzahl an Sonderangeboten über den gesamten Angebotszeitraum zur Verfügung steht.

Konsumentenbeschwerden über nicht erhältliche Sonderangebote haben in letzter Zeit zugenommen. Dies hat die AK zum Anlass für eine Erhebung genommen und insgesamt 1549 Sonderangebote aus 43 Werbeprospekten auf ihre Erhältlichkeit im Handel über-prüft. Die Preise wurden in 43 Geschäften (Möbelix, Adeg, Interspar, Bipa, Kik, Saturn, Lidl, Hervis, Hofer, Adler, Penny Markt, Jello, Magnet, Merkur, Yves Rocher, Vögele, ATU, Turek, Libro, Billa, Tschibo, Müller, Bauhaus, Zielpunkt, Schlecker) - welche mit Sonderangeboten geworben hatten in Wien und in der SCS erhoben.

Auffallend war, dass bei den Diskontern Hofer und Lidl schon am selben oder am 2. Tag beworbene Sonderangebote nicht erhältlich waren. Aber auch bei Zielpunkt, Penny Markt und Kik waren Sonderangebote am 2. Tag schon nicht mehr erhältlich. Besonders kon-sumentenunfreundlich war ein Flugblatt der Firma ADEG: Hier stand auf der letzten Seite klein gedruckt der Hinweis, dass die Sonderangebote nur in ausgewählten Filialen erhältlich sind. Um welche Filialen es sich dabei handelte, stand nicht auf dem Flugblatt.
Werden Sonderangebote angekündigt, erwartet der Kunde, das diese Ware auch eine gewisse Zeitdauer erhältlich ist. Andernfalls wird der Kunde irregeführt und verleitet, an-dere Waren zu kaufen, die gerade vorrätig sind.
Auch der Hinweis wie "Solange der Vorrat reicht" darf den Händler nicht von dieser Verpflichtung entbinden! Beworbene Sonderangebote dürfen keinesfalls nr als Lockmittel dienen, so die AK. Die Geschäfte haben dafür Sorge zu tragen, dass eine ausreichende Anzahl an Sonderangeboten über den gesamten Angebotszeitraum zur Verfügung steht.

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