Actionreich mit Österreich: "Musketiere" - Klassiker und Neuverfilmung im ORF

"24"-Star Kiefer Sutherland ficht in Wien, Gunther Gillian in erster TV-Fassung

Wien (OTS) - Einer für alle, alle für einen - unter diesem Motto eroberten Alexandre Dumas' Romanhelden bereits mehrmals die Kinosäle. Klassisch sind die Filmversionen von 1948 und 1973, von George Sidney beziehungsweise Richard Lester. Unvergessen ist Stephen Hereks topbesetzter spannender Mantel-und-Degen-Klassiker aus dem Jahr 1993, der großteils in und um Wien gedreht wurde - und am Samstag, dem 21. August 2004, um 22.35 Uhr in ORF 1 zum Wiedersehen auf dem Programm steht. Aber auch fürs TV werden "Die drei Musketiere" adaptiert -erstmals, als internationale Großproduktion und unter Beteiligung des ORF. An der Seite von Vincent Elbaz und Heino Ferch konnte Weltstar Emmanuelle Béart als geheimnisvolle Milady de Winter verpflichtet werden, die nach Jahrzehnten internationaler Kinokarriere erstmals wieder in einer Fernsehproduktion zu sehen ist. Die Regie des Zweiteilers (2 x 90 Min.) führt Pierre Aknine. Die Dreharbeiten dauern noch bis September 2004. Mit dabei auch ein Österreicher:
Gunther Gillian, der sich soeben auf die Dreharbeiten in der Nähe von London vorbereitet.

"Die drei Musketiere", Samstag, 21. August, 22.35 Uhr, ORF 1

Charlie Sheen, Kiefer Sutherland ("24"), Chris O'Donnell ("Batman Forever") und Oliver Platt kämpfen als "Die drei Musketiere" - in diesem opulenten Kostümfilm aus der Disney-Werkstatt, der auch in weiteren Parts auf große Namen setzt: Tim Curry ("The Rocky Horror Picture Show"), Rebecca de Mornay ("Die Hand an der Wiege"), Gabrielle Anwar ("Der Duft der Frauen"), Michael Wincott ("Metro") und Julie Delpy ("Before Sunrise") sind die Stars in den Nebenrollen. Verfilmt wurde Alexandre Dumas' spannender Mantel-und-Degen-Klassiker aus dem Jahre 1844 von Stephen Herek mit viel Action, Witz und Tempo. Gedreht wurde das Kostümepos großteils in und um Wien: Die Hofburg mutierte zum Pariser Louvre und war bei der entscheidenden Schluss-Fechtszene groß im Bild. Bis zu 1.000 Statisten tummelten sich zwischen den Mauern und Balustraden des Burggartens, wo die meisten Szenen aus dem königlichen Leben gefilmt wurden. Die Auflösung der Musketiere wurde in Petronell gedreht, dort, wo früher einmal der wichtige römische Handelsplatz Carnuntum war. Die Burg Liechtenstein eignete sich besonders für temporeiche Szenen. Burg Kreuzenstein wiederum, bekannt durch ihre einzigartige Waffensammlung, verwandelte sich in einen Pariser Marktplatz samt Spelunken. In der Perchtoldsdorfer Kirche aus dem 15. Jahrhundert residierte der böse Kardinal Richelieu. Die Seegrotte in der Hinterbrühl war mit Abstand der unheimlichste, weil düsterste Drehort: Sie fungierte als unterirdischer See in der Bastille. Legende wurden Kiefer Sutherlands Ausflüge ins Wiener Nachtleben, die nicht selten mit einer Portion Ohrfeigen endeten.

"D'Artagnan und die drei Musketiere", Sendetermin steht noch nicht fest

Mit einem Budget von 15 Millionen Euro verfilmen EOS und die französische Produktionsgesellschaft GMT ("Napoleon") unter Beteiligung des ORF den legendären Abenteuerklassiker "Die drei Musketiere" von Alexandre Dumas erstmals für das Fernsehen.

Die Hauptrolle des jungen D'Artagnan spielt der Franzose Vincent Elbaz ("Absolutely Fabulous" mit Catherine Deneuve), der sich gemeinsam mit Athos (Heino Ferch, "Napoleon", "Das Wunder von Lengede") gegen Emmanuelle Béart ("8 Frauen", "Mission Impossible") als Milady de Winter und Jean-Hugues Anglade ("Taking Lives" mit Angelina Jolie) als durchtriebener Kardinal Richelieu durchsetzen muss. Die Rolle der Constance, die Zofe der Königin und Geliebte D'Artagnans, spielt Diana Amft ("Mädchen, Mädchen"), Madame de Guemenee ist Julia Thurnau ("Liebe, Lügen, Leidenschaften"). Regisseur und Drehbuchautor Pierre Aknine, der bereits als Schauspieler Karriere machte, drehte zuletzt "Jean Moulin - une affaire francaise".

Die drei Musketiere werden in Frankreich, Tschechien, Großbritannien und Kanada gedreht. Vorlagen für mittelalterliche Tavernen, verwinkelte Gassen, herrschaftliche Schlösser und gotische Kathedralen finden sich in den historischen Altstädten und UNESCO-Weltkulturerben von Bourges und dem tschechischen Kutna Hora. Die aufwendigen Kostüme für den Mantel-und-Degen-Film entwarf Pierre-Jean Larroque, der für das Kostümdesign bei Napoleon bereits mit einem Emmy, dem amerikanischen TV-Oscar, ausgezeichnet wurde.

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