• 19.08.2004, 08:28:00
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Renner: Jugendarbeitslosigkeit erfordert rasche Maßnahmen

Echte Besserung der Situation nur durch nachhaltige Mittel

St. Pölten (SPI) - Ende Juli waren rund 5.900 Jugendliche im Alter
von 15 bis 24 Jahren ohne Job, das sind 4% mehr als im Vorjahr. Für
jeden offenen Ausbildungsplatz gibt es derzeit 4 Interessenten, für
1395 Lehrstellensuchende sind lediglich 375 offene Lehrstellen, um 82
Stellen oder 17,9% weniger als im Vorjahr, gemeldet.
"Selbstverständlich sind Auffangnetze eine wichtige Einrichtung für
alle jungen Menschen, die derzeit keinen Ausbildungs- oder
Arbeitsplatz finden können - aber sie sind eben nur Auffangnetze und
bieten keine nachhaltige Besserung der Situation. Nach dem Ablauf der
ja immer zeitlich befristeten Maßnahmen stehen viele der jungen Leute
wieder auf der Straße und wissen nicht wohin. So sehr ich die Hilfe
begrüße, die den jungen Menschen in Niederösterreich geboten wird, so
sehr muss ich auch wirklich nachhaltige Mittel zur Besserung der
Situation einmahnen - und das geht sicher nur über den Weg der
Konjunkturbelebung. Hier ist eindeutig die Bundesregierung
gefordert", so die Jugendsprecherin der SPNÖ, LAbg. Mag. Karin Renner
anlässlich der Berichte über die jüngsten Arbeitsmarktdaten.****

"Fast 6.000 junge Menschen, die nicht wissen, wie es in ihrem Leben
weitergehen soll - die Situation könnte dramatischer nicht sein. Die
Maßnahmen, die in einer derartigen Krise notwendig sind, können nicht
vom Land Niederösterreich allein gesetzt werden. Hier ist zu
allererst eine Belebung der schleppenden Konjunktur notwendig.
Konjunktur und Konsum der Endverbraucher stehen aber in unmittelbarem
Zusammenhang - nur wer auch etwas im Börsel hat, kann es auch
ausgeben! Solange die Bundesregierung aber nicht davon absieht, den
Menschen in Österreich immer weitere Belastungen zuzumuten, wird sich
die Situation auch nicht bessern können", fordert Renner ein
Umdenken. "In Niederösterreich sind insgesamt 34.689 Menschen, fast
4% mehr als im Juli des Vorjahres, arbeitslos gemeldet. Wenn nicht
bald Gegenmaßnahmen ergriffen werden, droht die Situation zu
eskalieren! Wir befinden uns in einer dramatischen Abwärtsspirale: je
mehr Familien um ihr Einkommen bangen müssen, desto weniger werden
sie auch konsumieren, und je weniger konsumiert wird, desto mehr
Betriebe stehen vor dem Aus und desto mehr Menschen müssen um ihren
Arbeitsplatz bangen - diese einfache Logik müsste eigentlich auch dem
Finanzminister und der Österreichischen Bundesregierung einleuchten",
so Renner abschließend.
(Schluss) kr

OTS0009    2004-08-19/08:28

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