Renner: Jugendarbeitslosigkeit erfordert rasche Maßnahmen

Echte Besserung der Situation nur durch nachhaltige Mittel

St. Pölten (SPI) - Ende Juli waren rund 5.900 Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren ohne Job, das sind 4% mehr als im Vorjahr. Für jeden offenen Ausbildungsplatz gibt es derzeit 4 Interessenten, für 1395 Lehrstellensuchende sind lediglich 375 offene Lehrstellen, um 82 Stellen oder 17,9% weniger als im Vorjahr, gemeldet. "Selbstverständlich sind Auffangnetze eine wichtige Einrichtung für alle jungen Menschen, die derzeit keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz finden können - aber sie sind eben nur Auffangnetze und bieten keine nachhaltige Besserung der Situation. Nach dem Ablauf der ja immer zeitlich befristeten Maßnahmen stehen viele der jungen Leute wieder auf der Straße und wissen nicht wohin. So sehr ich die Hilfe begrüße, die den jungen Menschen in Niederösterreich geboten wird, so sehr muss ich auch wirklich nachhaltige Mittel zur Besserung der Situation einmahnen - und das geht sicher nur über den Weg der Konjunkturbelebung. Hier ist eindeutig die Bundesregierung gefordert", so die Jugendsprecherin der SPNÖ, LAbg. Mag. Karin Renner anlässlich der Berichte über die jüngsten Arbeitsmarktdaten.****

"Fast 6.000 junge Menschen, die nicht wissen, wie es in ihrem Leben weitergehen soll - die Situation könnte dramatischer nicht sein. Die Maßnahmen, die in einer derartigen Krise notwendig sind, können nicht vom Land Niederösterreich allein gesetzt werden. Hier ist zu allererst eine Belebung der schleppenden Konjunktur notwendig. Konjunktur und Konsum der Endverbraucher stehen aber in unmittelbarem Zusammenhang - nur wer auch etwas im Börsel hat, kann es auch ausgeben! Solange die Bundesregierung aber nicht davon absieht, den Menschen in Österreich immer weitere Belastungen zuzumuten, wird sich die Situation auch nicht bessern können", fordert Renner ein Umdenken. "In Niederösterreich sind insgesamt 34.689 Menschen, fast 4% mehr als im Juli des Vorjahres, arbeitslos gemeldet. Wenn nicht bald Gegenmaßnahmen ergriffen werden, droht die Situation zu eskalieren! Wir befinden uns in einer dramatischen Abwärtsspirale: je mehr Familien um ihr Einkommen bangen müssen, desto weniger werden sie auch konsumieren, und je weniger konsumiert wird, desto mehr Betriebe stehen vor dem Aus und desto mehr Menschen müssen um ihren Arbeitsplatz bangen - diese einfache Logik müsste eigentlich auch dem Finanzminister und der Österreichischen Bundesregierung einleuchten", so Renner abschließend.
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