SP-Haider: Leitl und VP lassen Maske in Sachen Arbeitszeit und Lohnkürzung endgültig fallen

VP-Politik gegen die arbeitenden Menschen in diesem Land

Linz (OTS) - Die jüngsten Aussagen von VP-Wirtschaftsbundchef Christoph Leitl zur ganzjährigen Durchrechnung der Arbeitszeit sorgen in Oberösterreich für entschiedenen Protest.
"Die Forderungen von VP-Leitl in Sachen Durchrechnung der Arbeitszeit reißen der VP endgültig die Maske vom unsozialen Gesicht. Denn eine Umsetzung dieser unsozialen Maßnahmen, die eindeutig gegen die ArbeitnehmerInnen in diesem Land gerichtet sind, stellen nichts anderes als eine nahezu unverhohlene Abschaffung der Feiertags- und Überstundenzuschläge sowie eine verdeckte Einführung flächendeckender Sonn- und Feiertagsarbeit dar. So soll den arbeitenden Menschen weiter Geld weggenommen und zu den Reichen verschoben werden," kritisierte Erich Haider, stellvertretender SP-Bundesvorsitzender und Vorsitzender der SP OÖ, diese VP-Pläne vehement.

Die Jahresdurchrechnung hätte in vielen Branchen einen gänzlichen Verlust der Überstundenvergütung zur Folge. Die von Leitl genannten Saison- und Auftragsspitzen als Begründung für diese Durchrechnung führten natürlich auch zu vermehrter Sonn- und Feiertagsarbeit ohne Zuschläge. Es sei ein Skandal, dass die VP- und Wirtschaftsvertreter dies in der Diskussion nie erwähnen würden.
Etwa in den von Leitl genannten Bereichen Bau- und Tourismuswirtschaft, wie 2 Beispiele aus der Praxis belegen würden:
Kellner (Gastgewerbe): KV-Lohn 1.165,50 Euro/Monat
Annahme: 5 Monate/Jahr 60 Stunden/Woche ergibt derzeit für 433 Überstunden einen 50%-igen Zuschlag von 1.457 Euro = Verlust

Bauarbeiter (Maurer): KV-Lohn 1.839,08 Euro/Monat
Annahme: 5 Monate/Jahr 60 Stunden ergibt derzeit für 433 Überstunden einen Zuschlag von 3.054 Euro = Verlust

Damit würden wieder Menschen mit geringem Einkommen besonders belastet. Eine Tatsache, die sich quer durch die Politik der Regierungsparteien ÖVP und FPÖ ziehe, ergänzte Haider.

"Die SPÖ lehnt solche Modelle ab. Sie führen nur dazu, dass Reiche noch reicher würden, wie auch der Trend jüngst errechnet hat. Denn wie soll sonst erklärbar sein, dass die Wertschöpfung in Österreich stetig wächst, davon aber nur Reiche profitieren sollen. Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern dagegen, wird durch diese kalte Beseitigung der Mehrleistungszuschläge Geld und damit ihr gerechter Anteil an der steigenden Wertschöpfung weggenommen. Die SPÖ wird diese Diskussion gerne führen und auf die unter Schwarz - Blau immer größer werdende Kluft zwischen den Vermögenden und den ArbeitnehmerInnen aufmerksam machen," hielt Erich Haider fest.

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