Lebensmittelfachverband ignoriert Wunsch nach Schnitzel ohne Gentechnik

Greenpeace: Konsumenten sind wichtiger als Lebensmittelindustrie

Wien. (OTS) - Greenpeace kritisiert die heutige Aussage des Lebensmittelfachverbands der WKÖ, wonach die Umweltorganisation die Konsumenten gezielt verunsichere. "Der Lebensmittelfachverband hat offenbar mehr Interesse daran, die Lebensmittelindustrie zu schützen als die Konsumenten über den Einsatz von Gentech-Futter bei der Herstellung von tierischen Produkten wie Schnitzel, Milch und Eier zu informieren", vermutet Greenpeace-Futtermittelexperte Steffen Nichtenberger. Greenpeace kritisiert auch, dass Verbandschef Michael Blass die Greenpeace-Werbekampagne nicht einmal richtig zitiert hat.

Blass hatte heute Mittag der Umweltschutzorganisation vorgeworfen, Worte wie "Gen-Schnitzel" und "Gen-Milch" zu verwenden sowie die Österreicher massiv irrezuführen. Darüber hinaus richte sich die Kampagne laut Blass gegen die Leibspeise der Österreicher. In einer Umfrage haben sich 88 Prozent der Österreicher gegen den Einsatz von Gentech-Futter bei der Herstellung von tierischen Produkten ausgesprochen. Jährlich werden jedoch über 500.000 Tonnen Gentech-Soja in der österreichischen Tiermast eingesetzt.

"Bei der Herstellung der Leibspeisen der Österreicher, wie dem Schnitzel, kommt gentechnisch veränderte Futtersoja zum Einsatz. Im Gegensatz zum Lebensmittelfachverband hat Greenpeace dieses Problem erkannt, das Problem an die Öffentlichkeit gebracht und die Konsumenten sachlich informiert", so Nichtenberger weiter: "Sollte dem Lebensmittelfachverband das Essen der Österreicher wirklich wichtig sein, so sollte er lieber mitwirken, dass große Fleischmarken wie die AMA rasch auf Fütterung ohne Gentechnik umsteigen, anstatt die Greenpeace-Werbekampagne falsch zu zitieren."

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MMag. Franko Petri, Pressesprecher Greenpeace, tel. 01-5454580-29 oder 0676-5147246
Steffen Nichtenberger, Greenpeace Futtermittel-Kampagne, tel. 0664-6126703

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