Scheucher: Frauen in Not mehr anbieten

Adoption und Anonyme Geburt müssen bekannter werden

Wien, 13. August 2004 (ÖVP-PK)"Wenn wir Frauen in Konfliktsituationen helfen wollen, müssen wir zusätzlich nach Alternativen zur Abtreibung suchen. Es kann uns nicht nur darum gehen, eine Debatte zum Thema Fristenregelung 'Ja' oder 'Nein' zu führen. Diese stellen wir nicht in Frage, aber unsere Aufgabe als Politikerinnen und Politiker muss es sein, ein Umfeld zu schaffen, in dem man sich für die Geburt eines Kindes entscheidet, ohne Frauen, die dies nicht tun, zu kriminalisieren", so ÖVP Frauensprecherin Abg.z.NR Elisabeth Scheucher.****

Für viele Frauen bleibe der Wunsch ein Kind zu bekommen ein unerfüllter. Die Alternative einer Wahlkindschaft scheitere an unüberbrückbaren Hürden, Wartezeiten von fünf Jahren seien dabei keine Ausnahme, sagte Scheucher. Eine Entbürokratisierung der Adoptionsvorgänge einerseits und verbesserte Informationen bezüglich der Adoptionsfreigabe und der Anonymen Geburt andererseits müssten erreicht werden. Bevor eine Abtreibung durchgeführt wird, sollte verstärkt aufgeklärt werden. Dies in den Krankenhäusern vor Ort und über eine medizinische Information den Eingriff betreffend hinaus. "Wenn man bedenkt, wie viele Abtreibungen pro Jahr in Österreich vorgenommen werden, muss man sich die Frage stellen ob nicht manche in diesem Eingriff mehr ein Verhütungsmittel als eine 'ultima ratio' aus Ihrer Situation sehen", sagte die ÖVP-Frauensprecherin. Und dieser Umgang mit werdenden menschlichen Leben könne nicht gutgeheißen werden.

"Es muss ein Umdenken stattfinden, weg von dem Gedanken dass Kinder nur Belastung sind. Unsere Gesellschaft muss kinderfreundlicher werden - ein Ja zum Kind muss leicht fallen,
auch wenn die konkrete Situation oft nicht leicht ist." Die Politik dürfe und könne dabei keiner Frau die Entscheidung abnehmen: "Aber sie kann Rahmenbedingungen verbessern und Alternativen schaffen die ein Ja erleichtern. Kindergeld, Elternteilzeit und Flexibilisierung der Arbeitszeit sind in diesem Zusammenhang richtige Akzente", so Scheucher.

"Die Möglichkeit ein Kind zu adoptieren, bzw. zur Adoption freizugeben muss offen diskutiert werden, wie auch eine Debatte über einen einfachen und diskreten Zugang zu Verhütungsmitteln höchst notwendig ist", forderte die ÖVP-Frauensprecherin abschließend.

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