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"Neues Volksblatt" Kommentar: "Rot und Grün" (Von Christian Buchar)
Ausgabe vom 13. August 2004
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Linz (OTS) - Wo auf Kindersparbüchern, etwa durch jahrelange
Zuwendungen von Omas, Opas, Onkeln und Tanten, über 750 Euro liegen,
muss das - natürlich - zum Familienvermögen gerechnet werden, wenn
Mama oder Papa als Langzeitarbeitslose finanzielle Hilfe benötigen.
Nach Protesten soll die Grenze nun 4100 Euro betragen. Nur ein
Beispiel für die sozialpolitischen Auswüchse, zu denen sich Rot und
Grün in Deutschland in ihren Finanznöten nun gezwungen sehen.
Chaosreaktionen sollen wieder gutmachen, was lange Verweigerung
nötiger Reformen rui-
niert hat. Ein Lehrstück auch für alle, die Österreich noch immer im
finanziellen Schlaraffenland wähnen.
Apropos: In Österreich haben es Rot und Grün da doch deutlich
angenehmer. Ab und zu ein kräftiges "Nein" - mehr oder weniger
fadenscheinig begründet, wie etwa bei der Entscheidung über
Österreichs Vertreterin in der EU-Kommission (an der SPÖ-Chef Alfred
Gusenbauer trotz Mitgliedschaft im Hauptausschuss übrigens nicht
teilgenommen hat) - ab und zu ein wenig Kritik. Mit inhaltlicher
Profilierung hat die Opposition die Gemütlichkeit ihres Sommers
bisher nicht beeinträchtigt.
OTS0197 2004-08-12/19:21
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