• 12.08.2004, 10:31:41
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Skurrile Verbrechen am Mondsee: Gaby Dohm, Adele Neuhauser, Brigitte Kren und Martina Poel für ORF-Serie "Vier Frauen und ein Todesfall" vor der Kamera

Wien (OTS) - Medienrummel am Mondsee: Seit Mitte Juni wird in der
oberösterreichischen Ferienregion die neue ORF-Krimiserie "Vier
Frauen und ein Todesfall" - basierend auf Ideen von Wolf Haas und
Annemarie Mitterhofer - gedreht. Gestern gab es im Rahmen eines
Pressetermins im Hotel Schloss Mondsee erste Filmszenen zu sehen.
Gaby Dohm, Adele Neuhauser, Brigitte Kren und Martina Poel sind die
Protagonistinnen der zehn skurrilen 45-minütigen Krimiabenteuer, die
voraussichtlich ab Frühjahr 2005 im ORF on air gehen werden.
Gemeinsam bilden sie ein kriminalistisches Quartett, dessen Hobby es
ist, Begräbnisse zu besuchen. Und wo auch immer es einen Todesfall
gibt, wittern die vier Damen Mord - und liegen damit meistens auch
richtig! An der Seite der "Vier Frauen" begrüßte ORF-Fernsehfilmchef
Dr. Heinrich Mis zur Pressekonferenz u. a. auch die Autoren der
Serie, Uli Brée und Rupert Henning, die Regisseure Harald Sicheritz
(er drehte die ersten drei Folgen) und Wolfgang Murnberger (er filmt
derzeit die Episoden vier bis sieben, die restlichen Folgen wird
Andreas Prochaska umsetzen). Die DOR Film-Produzenten Dr. Kurt
Stocker und Dany Krausz, Jochen Bauer von der Oberösterreichischen
Filmförderung und Friedrich Urban, seines Zeichens Vorsitzender des
Filmbeirats der Salzburg Agentur und TW1-Direktor, waren ebenfalls
dabei. Als Ehrengast des Abends nahm der oberösterreichische
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer an der Veranstaltung teil.

Gegen die Regeln gestrickt

"Vor einem Jahr entstand erst die Grundidee zu dieser Produktion und
jetzt sind wir schon mitten im Dreh", zeigt sich ORF-Fernsehfilmchef
Mis von der raschen Entwicklung der neuen Krimiserie erfreut. Dem
Auditorium habe er voraus, dass er bereits die ersten drei fertigen
Folgen gesehen habe und begeistert sei. "Wir haben hier eine Serie,
die ganz gegen die Regeln gestrickt ist. Nicht vom Reißbrett, sondern
nach Ideen eines veritablen Literaten (Anm.: Wolf Haas), geschrieben
von Uli Brée und Rupert Henning, mit großartigen Charakteren und
glänzenden Dialogen, die man nicht genug würdigen kann. Wir haben
hier nicht nur einen Helden, sondern gleich vier Heldinnen, die von
tollen Schauspielerinnen auf wunderbare Weise dargestellt werden. Und
wir haben Regisseure, die es verstehen, das Ganze richtig
umzusetzen." Dass die Umsetzung auch beim Publikum Anklang findet,
hofft nicht nur der ORF-Fernsehfilmchef, sondern auch der
oberösterreichische Landeshauptmann, der eine finanzielle
Unterstützung leistet. "Diese Serie ist für die Bekanntheit der
Region Mondsee von außerordentlichem Wert, auch wirtschaftlich
gesehen" meint Dr. Josef Pühringer, der sich selbst als
leidenschaftlicher Mondsee-Besucher outet, da er bereits seit 1967
und auch momentan dort Urlaub macht. Für das Land Salzburg sei es,
wie Friedrich Urban von der Salzburg Agentur betont, das erste Mal
seit 30 Jahren, dass man über die Landesgrenzen hinwegspringe, um ein
Projekt zu fördern. "In diesem Fall gibt es keine landespolitischen
Grenzen, sondern eine Region, die ins Bild zu rücken ist."

Natürlicher Tod oder Mord?

"Ich glaub' nicht, dass der eines natürlichen Todes gestorben ist!":
Dieser Satz ist bei den "Vier Frauen und ein Todesfall"-Dreharbeiten
am Mondsee schon zum Standardspruch geworden. In jeder Folge kommt er
aus dem Mund von Schauspielerin Adele Neuhauser (u. a. "Helden in
Tirol", "Sinan Toprak"), die die Rolle der reichen Bäuerin Julie
spielt und jeden Todesfall in Frage stellt. Häufig kann Julie ihre
Kolleginnen - die resche Wirtin Maria alias Brigitte Kren ("Taxi für
eine Leiche", "Blatt und Blüte"), die junge Beamtin Sabine,
dargestellt von Martina Poel ("C(r)ook"), und die noble "zuag'reiste"
deutsche Professorin Heinriette, verkörpert von Gaby Dohm - erst nach
heftigen Auseinandersetzungen überzeugen, dass da etwas nicht mit
rechten Dingen zugegangen ist.

"Reizvoller als klassische Kommissarinnen-Rolle"

"Ich war von Anfang an von diesem Projekt begeistert und fand schon
das Treatment sehr witzig", erzählt Gaby Dohm, die derzeit regelmäßig
zwischen dem Mondsee-Dreh und den Dreharbeiten zum Revival der
"Schwarzwald-Klinik" pendelt. "Es war sehr reizvoll, dass da vier
Frauen verschiedener Altersstufen agieren und trotzdem irgendwie
zusammenpassen. Das ist eher ungewöhnlich. Ich fand diese Serie viel
reizvoller, als wenn man mir eine klassische Kommissarinnen-Rolle in
einer Serie angeboten hätte. Diese Formate erschöpfen sich sehr
schnell, aber hier ist alles ganz anders."
Das können Dohms Partnerinnen nur bestätigen: "Es gibt die vier
Frauen in den Hauptrollen, aber es gibt auch noch die Dorfbewohner
mit all ihren Eigenheiten und Lebenswelten, die gezeigt werden und
das ganze sehr interessant machen", erzählt Adele Neuhauser. "Ja, es
'menschelt' sehr. Wir dürfen einfach Menschen spielen, müssen nicht
perfekt sein", freut sich Brigitte Kren. "Das ist überhaupt ein
Genre, das es in Österreich noch nicht gibt", weiß Martina Poel. "Es
ist eine Mischung aus Krimi, Komödie und Satire."

Erster Serieneinsatz für Wolfgang Murnberger: "Überzeichnung muss
sein"

Für Filmemacher Wolfgang Murnberger, der derzeit am Set von "Vier
Frauen und ein Todesfall" den Takt angibt und überhaupt das erste Mal
Regie bei einer Serie macht, liegt der große Reiz darin, "dass das
sehr witzige, sehr schräge Kriminalfälle sind, die bewusst nicht ganz
real angelegt sind. Das fadeste ist der pure Naturalismus, ein
bisschen Überzeichnung muss sein." Fachkollege Harald Sicheritz, der
innerhalb von 27 Drehtagen die ersten drei Episoden abgedreht hat,
schätzt außerdem, dass hier Tragik und Komödie Rücken ineinander
fließen. Und dass die "Skurrilität der Handlung von der prächtigen
Landschaft konterkariert wird".

"Vier Frauen und ein Todesfall" ist eine Produktion des ORF,
hergestellt von DOR Film, mit Unterstützung des Landes Oberösterreich
und der Salzburg Agentur.

Mehr Informationen zur Serie sind unter http://presse.ORF.at
abrufbar.

OTS0081    2004-08-12/10:31

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