Skurrile Verbrechen am Mondsee: Gaby Dohm, Adele Neuhauser, Brigitte Kren und Martina Poel für ORF-Serie "Vier Frauen und ein Todesfall" vor der Kamera

Wien (OTS) - Medienrummel am Mondsee: Seit Mitte Juni wird in der oberösterreichischen Ferienregion die neue ORF-Krimiserie "Vier Frauen und ein Todesfall" - basierend auf Ideen von Wolf Haas und Annemarie Mitterhofer - gedreht. Gestern gab es im Rahmen eines Pressetermins im Hotel Schloss Mondsee erste Filmszenen zu sehen. Gaby Dohm, Adele Neuhauser, Brigitte Kren und Martina Poel sind die Protagonistinnen der zehn skurrilen 45-minütigen Krimiabenteuer, die voraussichtlich ab Frühjahr 2005 im ORF on air gehen werden. Gemeinsam bilden sie ein kriminalistisches Quartett, dessen Hobby es ist, Begräbnisse zu besuchen. Und wo auch immer es einen Todesfall gibt, wittern die vier Damen Mord - und liegen damit meistens auch richtig! An der Seite der "Vier Frauen" begrüßte ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis zur Pressekonferenz u. a. auch die Autoren der Serie, Uli Brée und Rupert Henning, die Regisseure Harald Sicheritz (er drehte die ersten drei Folgen) und Wolfgang Murnberger (er filmt derzeit die Episoden vier bis sieben, die restlichen Folgen wird Andreas Prochaska umsetzen). Die DOR Film-Produzenten Dr. Kurt Stocker und Dany Krausz, Jochen Bauer von der Oberösterreichischen Filmförderung und Friedrich Urban, seines Zeichens Vorsitzender des Filmbeirats der Salzburg Agentur und TW1-Direktor, waren ebenfalls dabei. Als Ehrengast des Abends nahm der oberösterreichische Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer an der Veranstaltung teil.

Gegen die Regeln gestrickt

"Vor einem Jahr entstand erst die Grundidee zu dieser Produktion und jetzt sind wir schon mitten im Dreh", zeigt sich ORF-Fernsehfilmchef Mis von der raschen Entwicklung der neuen Krimiserie erfreut. Dem Auditorium habe er voraus, dass er bereits die ersten drei fertigen Folgen gesehen habe und begeistert sei. "Wir haben hier eine Serie, die ganz gegen die Regeln gestrickt ist. Nicht vom Reißbrett, sondern nach Ideen eines veritablen Literaten (Anm.: Wolf Haas), geschrieben von Uli Brée und Rupert Henning, mit großartigen Charakteren und glänzenden Dialogen, die man nicht genug würdigen kann. Wir haben hier nicht nur einen Helden, sondern gleich vier Heldinnen, die von tollen Schauspielerinnen auf wunderbare Weise dargestellt werden. Und wir haben Regisseure, die es verstehen, das Ganze richtig umzusetzen." Dass die Umsetzung auch beim Publikum Anklang findet, hofft nicht nur der ORF-Fernsehfilmchef, sondern auch der oberösterreichische Landeshauptmann, der eine finanzielle Unterstützung leistet. "Diese Serie ist für die Bekanntheit der Region Mondsee von außerordentlichem Wert, auch wirtschaftlich gesehen" meint Dr. Josef Pühringer, der sich selbst als leidenschaftlicher Mondsee-Besucher outet, da er bereits seit 1967 und auch momentan dort Urlaub macht. Für das Land Salzburg sei es, wie Friedrich Urban von der Salzburg Agentur betont, das erste Mal seit 30 Jahren, dass man über die Landesgrenzen hinwegspringe, um ein Projekt zu fördern. "In diesem Fall gibt es keine landespolitischen Grenzen, sondern eine Region, die ins Bild zu rücken ist."

Natürlicher Tod oder Mord?

"Ich glaub' nicht, dass der eines natürlichen Todes gestorben ist!":
Dieser Satz ist bei den "Vier Frauen und ein Todesfall"-Dreharbeiten am Mondsee schon zum Standardspruch geworden. In jeder Folge kommt er aus dem Mund von Schauspielerin Adele Neuhauser (u. a. "Helden in Tirol", "Sinan Toprak"), die die Rolle der reichen Bäuerin Julie spielt und jeden Todesfall in Frage stellt. Häufig kann Julie ihre Kolleginnen - die resche Wirtin Maria alias Brigitte Kren ("Taxi für eine Leiche", "Blatt und Blüte"), die junge Beamtin Sabine, dargestellt von Martina Poel ("C(r)ook"), und die noble "zuag'reiste" deutsche Professorin Heinriette, verkörpert von Gaby Dohm - erst nach heftigen Auseinandersetzungen überzeugen, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen ist.

"Reizvoller als klassische Kommissarinnen-Rolle"

"Ich war von Anfang an von diesem Projekt begeistert und fand schon das Treatment sehr witzig", erzählt Gaby Dohm, die derzeit regelmäßig zwischen dem Mondsee-Dreh und den Dreharbeiten zum Revival der "Schwarzwald-Klinik" pendelt. "Es war sehr reizvoll, dass da vier Frauen verschiedener Altersstufen agieren und trotzdem irgendwie zusammenpassen. Das ist eher ungewöhnlich. Ich fand diese Serie viel reizvoller, als wenn man mir eine klassische Kommissarinnen-Rolle in einer Serie angeboten hätte. Diese Formate erschöpfen sich sehr schnell, aber hier ist alles ganz anders."
Das können Dohms Partnerinnen nur bestätigen: "Es gibt die vier Frauen in den Hauptrollen, aber es gibt auch noch die Dorfbewohner mit all ihren Eigenheiten und Lebenswelten, die gezeigt werden und das ganze sehr interessant machen", erzählt Adele Neuhauser. "Ja, es 'menschelt' sehr. Wir dürfen einfach Menschen spielen, müssen nicht perfekt sein", freut sich Brigitte Kren. "Das ist überhaupt ein Genre, das es in Österreich noch nicht gibt", weiß Martina Poel. "Es ist eine Mischung aus Krimi, Komödie und Satire."

Erster Serieneinsatz für Wolfgang Murnberger: "Überzeichnung muss sein"

Für Filmemacher Wolfgang Murnberger, der derzeit am Set von "Vier Frauen und ein Todesfall" den Takt angibt und überhaupt das erste Mal Regie bei einer Serie macht, liegt der große Reiz darin, "dass das sehr witzige, sehr schräge Kriminalfälle sind, die bewusst nicht ganz real angelegt sind. Das fadeste ist der pure Naturalismus, ein bisschen Überzeichnung muss sein." Fachkollege Harald Sicheritz, der innerhalb von 27 Drehtagen die ersten drei Episoden abgedreht hat, schätzt außerdem, dass hier Tragik und Komödie Rücken ineinander fließen. Und dass die "Skurrilität der Handlung von der prächtigen Landschaft konterkariert wird".

"Vier Frauen und ein Todesfall" ist eine Produktion des ORF, hergestellt von DOR Film, mit Unterstützung des Landes Oberösterreich und der Salzburg Agentur.

Mehr Informationen zur Serie sind unter http://presse.ORF.at abrufbar.

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