Rückt die ÖVP vom Lebensschutz ab?

"Jugend für das Leben": Wahlverhalten hängt von Abtreibungs-Frage ab

Salzburg (OTS) - Als Zeichen der Ermutigung hat die 'Jugend für
das Leben' das konsequente Eintreten des Salzburger ÖVP-Vorsitzenden und Landeshauptmannstellvertreters Wilfried Haslauer für den uneingeschränkten Schutz der ungeborenen Kinder im Bundesland Salzburg aufgenommen. "Wir jungen Menschen freuen uns, dass sich ein etablierter Politiker so zukunftsorientiert für den Lebensschutz einsetzt. Haslauer hat ein weithin sichtbares Zeichen gesetzt, als er den Vorstoß von Landeshauptfrau Burgstaller ablehnte, Abtreibungen an Landesspitälern zuzulassen", sagte die Vorsitzende der 'Jugend für das Leben', Jutta Lang.

Umso enttäuschter ist die 'Jugend für das Leben', dass viele ÖVP-Bundespolitiker Haslauer nun in den Rücken fallen. Lang erinnerte daran, dass Schüssel im Rahmen der Wiener Stadtmission Abtreibung als "Unrecht" und als "Bedrohung" bezeichnet hatte. Im Wahlkampf habe sich Schüssel zur uneingeschränkten Achtung vor dem ungeborenen Leben bekannt.

Umfragedaten zeigen Unzufriedenheit in der Bevölkerung

"Die Fristenregelung als 'akzeptierte Sache' zu bezeichnen", so Lang, "heißt die Meinung der Mehrheit zu ignorieren." Dies beweise eine Umfrage der ‘Jugend für das Leben’, welche von 26. bis 31. Juli 2004 in den Städten Graz, Linz und Wels durchgeführt wurde.

Von 348 willkürlich ausgewählten Passanten, welche sich zur Befragung bereit erklärten, vertraten 94% die Ansicht, dass es sich bei einem 12-Wochen alten Fötus um ein heranwachsendes Kind, einen Menschen oder eine Person handle. Nur 30 der Befragten (8,6%) unterstützten das gängige Abtreibungsgesetz, welches Abtreibungen bis zur 12. Woche ohne Angabe von Gründen ermöglicht. 53,4% sprachen sich für ein restriktiveres Gesetz aus, welches Abtreibung nur ‘unter bestimmten Umständen’ erlaube, etwa bei Vergewaltigung, Behinderung oder bei sehr jungen Frauen. 101 befragte Personen (29%) meinten Abtreibung solle ‘immer verboten’ sein.

"Wenn Gesundheitsministerin Rauch-Kallat nun ein Diskussionsverbot über die Fristenregelung verhängen will, dann widerspricht dies nicht nur dem Empfinden der Bevölkerung, sondern es ist zudem ein skandalöses Signal gegen den Rechtsstaat, gegen die pluralistische Demokratie und gegen das Lebensrecht der Ungeborenen", sagte Lang. Die Mitglieder und Freunde der 'Jugend für das Leben' sowie zahlreicher anderer Lebensschutzorganisationen würden ihr Wahlverhalten sicher davon abhängig machen, wie sich die Parteien in der Frage der Abtreibung verhalten. Lang wörtlich: "Der Salzburger Abtreibungs-Streit könnte auch für die Bundes-ÖVP wahlentscheidend werden."

Rückfragen & Kontakt:

Jugend für das Leben, Vorsitzende: Jutta Lang
Mobil: 0650-252693
office@youthforlife.net
http://www.youthforlife.net

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0004