Blecha zu Pflegegeld: Endlich Erhöhung

Nicht reden, sondern handeln

Wien (SK) "Die Regierung denkt auch im Sommer ständig daran, wie sie älteren Menschen etwas wegnehmen kann", kommentierte Pensionistenverbands-Präsident, Karl Blecha, Chef der größten Seniorenorganisation Österreichs die Pläne der Regierung, Gebührenbefreiungen für Pflegegeldbezieher zu streichen. Blecha sprach sich am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ gegen "weitere Einschränkungen und neuerliche Kürzungen" aus. ****

Blecha rechnete vor, dass von 1996 (dem Zeitpunkt der letzten Anpassung) bis 2004 die Verbraucherpreise um 15 Prozent gestiegen sind. Die Pflegeleistungen sind in dem Zeitraum teilweise bis zu einem Drittel angestiegen. Blecha: "Eine Erhöhung ist daher ein Gebot der Stunde, das sind wir den Pflegebedürftigen schuldig. Außerdem hat es bereits die Regierung Schüssel I unter der damaligen Sozialministerin Sickl versprochen! Auch Sozialminister Haupt hat Valorisierungen und Einmalzahlungen versprochen, geschehen ist bis heute nichts. Blecha: "Bei der Anpassung des Pflegegeldes ist nicht Reden, sondern jetzt rasches Handeln angesagt!"

Der Pensionistenverbands-Präsident warf dem Finanzminister vor, sich ein "Körberlgeld" gemacht zu haben, da durch die höheren Krankenversicherungsbeiträge eine Erhöhung des Pflegegeldes längst finanziert hätte werden können. "Doch das Geld kommt nicht den sozial Schwachen zugute, sondern sinnlosen Prestigeprojekten", kritisierte Blecha.

"Eine höchst dubiose Abfangjäger-Anschaffung kann sich Österreich leisten, eine Erhöhung des Pflegegeldes aber nicht - das ist traurig", erklärte Blecha abschließend. (Schluss) up/mm

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