• 11.08.2004, 12:12:03
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Blecha zu Pflegegeld: Endlich Erhöhung

Nicht reden, sondern handeln

Wien (SK) "Die Regierung denkt auch im Sommer ständig daran, wie sie
älteren Menschen etwas wegnehmen kann", kommentierte
Pensionistenverbands-Präsident, Karl Blecha, Chef der größten
Seniorenorganisation Österreichs die Pläne der Regierung,
Gebührenbefreiungen für Pflegegeldbezieher zu streichen. Blecha
sprach sich am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ gegen
"weitere Einschränkungen und neuerliche Kürzungen" aus. ****

Blecha rechnete vor, dass von 1996 (dem Zeitpunkt der letzten
Anpassung) bis 2004 die Verbraucherpreise um 15 Prozent gestiegen
sind. Die Pflegeleistungen sind in dem Zeitraum teilweise bis zu
einem Drittel angestiegen. Blecha: "Eine Erhöhung ist daher ein Gebot
der Stunde, das sind wir den Pflegebedürftigen schuldig. Außerdem hat
es bereits die Regierung Schüssel I unter der damaligen
Sozialministerin Sickl versprochen! Auch Sozialminister Haupt hat
Valorisierungen und Einmalzahlungen versprochen, geschehen ist bis
heute nichts. Blecha: "Bei der Anpassung des Pflegegeldes ist nicht
Reden, sondern jetzt rasches Handeln angesagt!"

Der Pensionistenverbands-Präsident warf dem Finanzminister vor, sich
ein "Körberlgeld" gemacht zu haben, da durch die höheren
Krankenversicherungsbeiträge eine Erhöhung des Pflegegeldes längst
finanziert hätte werden können. "Doch das Geld kommt nicht den sozial
Schwachen zugute, sondern sinnlosen Prestigeprojekten", kritisierte
Blecha.

"Eine höchst dubiose Abfangjäger-Anschaffung kann sich Österreich
leisten, eine Erhöhung des Pflegegeldes aber nicht - das ist
traurig", erklärte Blecha abschließend. (Schluss) up/mm

KONTAKT: Pensionistenverband Österreichs: Tel. Nr. 01/313 72 DW 30,
Andy Wohlmuth

OTS0094    2004-08-11/12:12

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