Frauenring: Oberhauser für gemeinsame Frauen-Initiativen in Sachfragen

Schwangerschaftsabbruch und Alkopops als Beispiele

Wien (Frauenring) - "In Sachfragen sollten Frauen immer öfter über Parteigrenzen hinweg gemeinsame Positionen entwickeln und diesen auch zum Durchbruch verhelfen", fordert Dr. Sabine Oberhauser, Vorsitzende des Österreichischen Frauenringes. Erfreulich sei in diesem Zusammenhang, dass sich Frauen- und Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat im Streit um Schwangerschaftsabbrüche in Salzburg eindeutig deklariert hat.++++

"Zusammenarbeit in Sachfragen ohne gleich die politischen Grundpositionen über Bord zu werfen, das ist Politik für die Menschen. Frauen sollten dabei die Vorreiterrolle einnehmen", skizziert die Vorsitzende des Frauenringes ihre Art Politik zu machen. Oberhauser: "Die Menschen wollen Lösungen und eine ehrliche Diskussion. Unterschiedliche Positionen brauchen dabei nicht unter den Teppich gekehrt werden."

Bei der Sondersteuer auf Alkopops, den alkoholträchtigen Mixgetränken, sieht die Frauenringvorsitzende einen ersten Ansatz. Oberhauser: "Nun hat sich auch die Gesundheitsministerin dafür ausgesprochen. Ein Vier-Parteien-Antrag Nationalrat wäre die logische Folge". Allerdings reiche die Sondersteuer auf diese gefährlichen Getränke bei weitem nicht aus. "Wir brauchen ständige Aufklärung und Alternativen".

Auch bei der bisherigen Diskussion um Schwangerschaftsabbrüche in öffentlichen Spitälern in Salzburg hat es sich gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit der Frauen sei. Oberhauser: "Erzkonservative Männer wollen das Rad der Geschichte zurückdrehen. Frauen sollten sich nicht vor deren Karren spannen lassen".(ff)

ÖGB, 11. August
2004
Nr. 543

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