• 11.08.2004, 10:58:59
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Frauenring: Oberhauser für gemeinsame Frauen-Initiativen in Sachfragen

Schwangerschaftsabbruch und Alkopops als Beispiele

Wien (Frauenring) - "In Sachfragen sollten Frauen immer öfter über
Parteigrenzen hinweg gemeinsame Positionen entwickeln und diesen auch
zum Durchbruch verhelfen", fordert Dr. Sabine Oberhauser, Vorsitzende
des Österreichischen Frauenringes. Erfreulich sei in diesem
Zusammenhang, dass sich Frauen- und Gesundheitsministerin Maria
Rauch-Kallat im Streit um Schwangerschaftsabbrüche in Salzburg
eindeutig deklariert hat.++++

"Zusammenarbeit in Sachfragen ohne gleich die politischen
Grundpositionen über Bord zu werfen, das ist Politik für die
Menschen. Frauen sollten dabei die Vorreiterrolle einnehmen",
skizziert die Vorsitzende des Frauenringes ihre Art Politik zu
machen. Oberhauser: "Die Menschen wollen Lösungen und eine ehrliche
Diskussion. Unterschiedliche Positionen brauchen dabei nicht unter
den Teppich gekehrt werden."

Bei der Sondersteuer auf Alkopops, den alkoholträchtigen
Mixgetränken, sieht die Frauenringvorsitzende einen ersten Ansatz.
Oberhauser: "Nun hat sich auch die Gesundheitsministerin dafür
ausgesprochen. Ein Vier-Parteien-Antrag Nationalrat wäre die logische
Folge". Allerdings reiche die Sondersteuer auf diese gefährlichen
Getränke bei weitem nicht aus. "Wir brauchen ständige Aufklärung und
Alternativen".

Auch bei der bisherigen Diskussion um Schwangerschaftsabbrüche in
öffentlichen Spitälern in Salzburg hat es sich gezeigt, wie wichtig
die Zusammenarbeit der Frauen sei. Oberhauser: "Erzkonservative
Männer wollen das Rad der Geschichte zurückdrehen. Frauen sollten
sich nicht vor deren Karren spannen lassen".(ff)

ÖGB, 11. August
2004
Nr. 543

OTS0067    2004-08-11/10:58

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