Korngolds "Tote Stadt" bei den Salzburger Festspielen und live in Ö1

Wien (OTS) - Am 15. August überträgt Österreich live ab 19.03 Uhr aus dem Kleinen Festspielhaus die Premiere von Erich Wolfgang Korngolds "Die tote Stadt". Am gleichen Tag widmet sich auch "Apropos Operette" (15.06 Uhr, Ö1) dem Komponisten - in seiner Rolle als Operettenarrangeur. Und am 26. August folgt um 20.00 Uhr eine weitere Live-Übertragung von den Salzburger Festspielen: Korngolds Symphonie Fis-Dur, op. 40, gespielt vom RSO Wien.****

Erich Wolfgang Korngold galt als musikalisches Wunderkind: schon als 13-Jähriger feierte der 1897 geborene Erfolge an der Wiener Hofoper und erlebte mit 23 Jahren den Opernerfolg seines Lebens mit der Uraufführung der "Toten Stadt". Gar nicht gern sah man es anfänglich dagegen, als sich das "frühreife Genie" als Operettenarrangeur betätigte und Werke von Johann Strauß ("Eine Nacht in Venedig", "Cagliostro in Wien", "Walzer aus Wien", "Das Lied der Liebe"), Jacques Offenbach ("Die schöne Helena") und Leo Fall ("Rosen aus Florida") bearbeitete bzw. nach Melodien dieser Komponisten neue Operetten zusammenstellte. Diese Tätigkeit führte ihn mit Max Reinhardt zusammen, der Korngold nach Hollywood brachte, wo der Komponist zu einer Vielzahl von Filmen die Musik schuf und das Genre Filmmusik auf ein bis dahin nie erreichtes künstlerisches Niveau von hohem Rang erhob. Für "Apropos Operette" gestaltete Michael Blees eine Sendung über "Korngold und die leichte Muse", zu hören am Sonntag, den 15. August um 15.06 Uhr in Österreich 1.

Ebenfalls am 15. August überträgt Ö1 ab 19.03 Uhr Korngolds Oper "Die tote Stadt" live von den Salzburger Festspielen. "Die Tote Stadt" gilt als Korngolds größter Erfolg, die Uraufführung fand 1920 gleichzeitig in Köln unter Otto Klemperer und in Hamburg unter Egon Pollack statt. Das Libretto basiert auf dem symbolistischen Roman von Georges Rodenbach, "Bruges-la-Morte". Die Handlung pendelt zwischen Traum und Wirklichkeit mit vielfältigen Visionen der Hauptfigur Paul, der in der Tänzerin Mariette seine verstorbene Frau Marie wiederzufinden glaubt, bis er erkennen muss, dass ihn die Erinnerung an sie zu phantastischen Wahnvorstellungen verführt hat.

Nach der Doppelaufführung rissen sich die Bühnen um das neue Korngold-Opus. Auf etwa 80 Bühnen in Europa wurde die "Tote Stadt" bejubelt und 1921, nur ein Jahr nach der Uraufführung, wurde sie sogar als erste deutsche Oper nach dem Ersten Weltkrieg an der New Yorker MET herausgebracht. Nun kehrt dieses Werk nach Österreich zurück: mit einer Neuproduktion der Oper bei den Salzburger Festspielen, die im Dezember 2004 an die Wiener Staatsoper übernommen wird. Es singen und spielen Torsten Kerl, Angela Denoke, Bo Skovhus, Daniela Denschlag, Simina Ivan, Stella Grigorian, Lukas Gaudernak, Eberhard Lorenz und Michael Roider, sowie die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor und die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Donald Runnicles.

Ein weiteres Werk von Erich Wolfgang Korngold ist am Donnerstag, den 26. August ab 20.00 Uhr live in Österreich 1 zu hören: Im Rahmen der Salzburger Festspiele spielt das Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Bertrand de Billy im Kleinen Festspielhaus Korngolds Symphonie Fis-Dur, op. 40, sowie Richard Strauss' "Vier letzte Lieder" und Igor Strawinskys "Jeu de cartes". Es singt die Sopranistin Soile Isokoski. Mehr zum Programm von Österreich 1 finden Sie im Internet unter http://oe1.ORF.at .

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