"Wiesner fragt" Sozialminister Herbert Haupt "in der Klarheit"

Von Tollwut, Knittelfeld und wissenschaftlich komplizierten Fällen

Wien (OTS) - Dass Sozialminister Herbert Haupt einen
Flugzeugabsturz und mehr als ein Dutzend schwere Autounfälle überlebt hat, ist hinlänglich bekannt. Ein Blick ins Fernseharchiv ruft ein weiteres persönliches Schicksal des FPÖ-Politikers ins Gedächtnis:
Der junge Kärntner Tierarzt hatte sich im Jänner 1977 - als erster Österreicher seit 1956 - mit Tollwut infiziert. Konfrontiert mit dem damals ausgestrahlten Bericht der ORF-Sendung "Österreich-Bild" meint der "Sprachkünstler" Herbert Haupt: "Ein wissenschaftlich komplizierter Fall - wie immer würde ich fast sagen, wenn es mit mir zu tun hat!"
"Wiesner fragt" den Sozialminister am Dienstag, dem 10. August 2004, um 22.30 Uhr in ORF 2.

Eine Festplatte voller Fragen: Von Knittelfeld bis Vollbeschäftigung

Robert Wiesner hat in seiner vorläufig letzten Sendung wieder einmal eine Festplatte voller Fragen: Was hat es zu bedeuten, dass Herbert Haupt immer wieder durch Unglücksfälle von sich reden macht? Was ist seine Bilanz von vier Jahren schwarz-blauer Koalition und wie erklärt er heute vollmundige Ankündigungen wie jene vom 30. Oktober 2000, dass uns "auf Grund der Bemühungen dieser Bundesregierung in vielen Bereichen Österreichs auch Vollbeschäftigung ins Haus steht", obwohl wir heute mehr als 200.000 Arbeitslose haben? Wo ist er eigentlich in den FPÖ-internen Konflikten gestanden? Immerhin war er an der Seite von Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer, als diese vehement gegen einen Sonderparteitag auftrat, sympathisierte aber dann mit vielen Forderungen der "Knittelfelder" Rebellen, als er Parteichef und Vizekanzler wurde.

Der Sozialminister über sich: "Bin nicht so streichelfähig, wie ich in der Öffentlichkeit oft ausschaue!"

"Ich bin an und für sich so wie alle Waagen ein sehr gutmütiger Mensch. Wenn - so wie man auf Kärntnerisch sagt, das Häferl voll ist, kann ich auch durchaus einmal sehr überschäumend auch meine Kritik äußern und in internen Kreisen Fraktur reden, wenn mir etwas wider den Strich geht, und dass ich dort nicht so streichelfähig bin, wie ich in der Öffentlichkeit oft ausschaue!"

Herbert Haupt - ein Mann der klaren Worte

Sagt Haupt "in der Klarheit" vor allem dann, wenn er sich bei heiklen Themen nicht festlegen will? "Ich gebe schon zu, dass mancher meiner Sätze leicht unverständlich ist, weil er zu lange ist, aber der Herr Bundeskanzler Vranitzky hat damit immerhin zehn Jahre die Republik regiert, dass man am Ende nicht wusste, was er am Anfang gesagt hatte."

Warum verzichtet der Sozialminister völlig auf die für ihn typischen Schachtelsätze, als er sich im Vorjahr mit einer Rede gegen Angriffe Jörg Haiders zur Wehr setzt? "Nicht ich Herbert Haupt habe die Partei in die Regierung geführt, sondern andere. Ich darf nunmehr mit euch gemeinsam die Suppe auslöffeln, die uns andere eingebrockt haben!", so Haupt beim steirischen Landesparteitag im Juni 2003.

Der Burschenschafter Haupt: In voller Wichs mit Käppi und Säbel

Wie kommt es zu den Hauptschen Sprachschöpfungen, was meint er, wenn er den deftigen Kärntner Ausdruck "aus dem letzten Auspuff’" verwendet, und weiß der deklarierte Burschenschafter noch, was er gesagt hat, als er im Jahr 1971 vor der Wiener Universität "in voller Wichs", mit Käppi und Säbel, interviewt wurde? Fragen über Fragen, wenn "Wiesner fragt" und der Sozialminister "in der Klarheit" antwortet.

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