AUGE: "Arbeiterkammer darf sich nicht vor Anti-Ökostrom-Karren von Industrie und Bartenstein spannen lassen!"

Wien (Auge) - Alternative und Grüne GewerkschafterInnen (AUGE/UG) orten schweren ökologischen und beschäftigungspolitischen Sündenfall der Arbeiterkammer.

"Während die deutsche Industriegewerkschaft Metall
den Ausbau und die Förderung erneuerbarer Energien als Jobmotor für zukunftsfähige Arbeitsplätze sieht, unterstützt die Arbeiterkammer in Österreich den Anti-Ökostromkurs von Bartenstein und Industriellenvereinigung. Das ist aus ökologischer Sicht unverantwortlich und gefährdet Arbeitsplätze in einer boomenden Zukunftsbranche," kritisiert Markus Koza, Bundessekretär der Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen (AUGE/UG) die Position der Arbeiterkammer.

EU-Studien schätzen, dass durch den Ausbau erneuerbarer Energien EU-weit bis zu 900.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, davon allein in Österreich 62.000 neue Jobs. "Mit dem von Bartenstein geplanten Ökostrom-Stopp sind nicht nur an die 10.000 aktuelle Jobs gefährdet, sondern auch zehntausende zukünftige. Das vorgeschlagene Ausschreibungsmodell ist bereits in England und Frankreich gescheitert. Österreich droht seine Vorreiterrolle in der Ökostromförderung zu verlieren. Warum die AK dazu ja sagt, während die deutsche Metallergewerkschaft den Ausbau erneuerbarer Energien als Jobmotor der Zukunft geradezu euphorisch begrüßt, soll die AK einmal darlegen," so Koza weiter.

AK-Präsident Tumpel sollte sich weniger für niedrige Benzinpreise, sondern mehr für ein verstärkte Förderung alternativer und erneuerbarer Energien stark machen. Gerade die angesichts steigender Ölpreise von Verbund-Chef Haider angekündigten Preiserhöhungen für Strom würden den Ausbau einer eigenständigen Versorgung mit erneuerbarer und umweltfreundlichen Energie - auch aus KonsumentInnensicht - geradezu erzwingen. "Dass sich die AK im Gegensatz dazu vor den Karren von Industrie und Stromlobby spannen lässt bedeutet einen Rückfall in die energiepolitische Steinzeit," schließt Koza.

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