- 05.08.2004, 11:54:25
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AUGE: "Arbeiterkammer darf sich nicht vor Anti-Ökostrom-Karren von Industrie und Bartenstein spannen lassen!"
Alternative und Grüne GewerkschafterInnen (AUGE/UG) orten schweren
ökologischen und beschäftigungspolitischen Sündenfall der
Arbeiterkammer.
Wien (Auge) - "Während die deutsche Industriegewerkschaft Metall
den Ausbau und die Förderung erneuerbarer Energien als Jobmotor für
zukunftsfähige Arbeitsplätze sieht, unterstützt die Arbeiterkammer in
Österreich den Anti-Ökostromkurs von Bartenstein und
Industriellenvereinigung. Das ist aus ökologischer Sicht
unverantwortlich und gefährdet Arbeitsplätze in einer boomenden
Zukunftsbranche," kritisiert Markus Koza, Bundessekretär der
Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen (AUGE/UG) die Position
der Arbeiterkammer.
EU-Studien schätzen, dass durch den Ausbau erneuerbarer Energien
EU-weit bis zu 900.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, davon
allein in Österreich 62.000 neue Jobs. "Mit dem von Bartenstein
geplanten Ökostrom-Stopp sind nicht nur an die 10.000 aktuelle Jobs
gefährdet, sondern auch zehntausende zukünftige. Das vorgeschlagene
Ausschreibungsmodell ist bereits in England und Frankreich
gescheitert. Österreich droht seine Vorreiterrolle in der
Ökostromförderung zu verlieren. Warum die AK dazu ja sagt, während
die deutsche Metallergewerkschaft den Ausbau erneuerbarer Energien
als Jobmotor der Zukunft geradezu euphorisch begrüßt, soll die AK
einmal darlegen," so Koza weiter.
AK-Präsident Tumpel sollte sich weniger für niedrige Benzinpreise,
sondern mehr für ein verstärkte Förderung alternativer und
erneuerbarer Energien stark machen. Gerade die angesichts steigender
Ölpreise von Verbund-Chef Haider angekündigten Preiserhöhungen für
Strom würden den Ausbau einer eigenständigen Versorgung mit
erneuerbarer und umweltfreundlichen Energie - auch aus
KonsumentInnensicht - geradezu erzwingen. "Dass sich die AK im
Gegensatz dazu vor den Karren von Industrie und Stromlobby spannen
lässt bedeutet einen Rückfall in die energiepolitische Steinzeit,"
schließt Koza.
Rückfragehinweis: Rückfragehinweis: Mag. Markus Koza, AUGE-Büro: 01/505 19 52
OTS0111 2004-08-05/11:54
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