• 02.08.2004, 10:48:41
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"Tat-Sachen" im ORF: Der Fall Dostal - mysteriöser Leichenfund auf der Südautobahn

Peter Resetarits präsentiert drei weitere spektakuläre österreichische Kriminalfälle

Wien (OTS) - Drei authentische österreichische Kriminalfälle und
ihre Hintergründe präsentiert Peter Resetarits in der dritten und
vorläufig letzten Ausgabe von "Tat-Sachen" am Dienstag, dem 3. August
2004, um 21.05 Uhr in ORF 2. Besonders erfreulich sind die
Reichweiten der ersten beiden Ausgaben: Am 27. Juli verfolgten bis zu
905.000 Zuschauer "Tat-Sachen". Die erste Ausgabe am 20. Juli sahen
durchschnittlich 721.000 Zuschauer (36 Prozent nationaler
Marktanteil), Folge Nummer zwei am 27. Juli im Durchschnitt 784.000
Zuschauer (34 Prozent nationaler MA). Das Gestalterteam Ines Pedoth,
Franz Leopold Schmelzer, Ilse Grabner-Nürnberg und Thomas Rilk hat
einen geklärten, einen "historischen" und einen ungeklärten Fall
recherchiert und filmisch in Szene gesetzt. So ist bis heute der Mord
an der Wiener Pensionistin Elisabeth K. ungeklärt. Die ältere Dame,
der man etliche Affären mit jüngeren Männern nachsagte, wurde im
Februar 2002 tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Mysteriös war vorerst
der Fall eines als vermisst geltenden Oberösterreichers. Erst als die
Polizei nach umfangreichen Recherchen auf ein düsteres
Familiengeheimnis stößt, wird auch die Leiche des Mannes gefunden.
Außerdem beleuchtet Peter Resetarits die Verbrechensserie eines
Mannes, der 1973 ganz Österreich für ein paar Tage in Atem gehalten
hatte: Ernst Dostal. Motive und Hintergründe für mehrere Morde sind
bis heute nicht ganz klar.

Der Tod der Pensionistin: Mord nach Discobesuch?

Eine schreckliche Entdeckung machte am Freitag, dem 1. Februar 2002,
die Tochter der Pensionistin Elisabeth K. Sie war in Sorge um ihre
Mutter, von der sie seit Tagen nichts gehört hatte, und ging in die
Wohnung der 66-jährigen Frau in Wien-Hietzing.
Dort fand sie die Leiche ihrer Mutter im Schlafzimmer. Um den Hals
war ein Pyjama geschlungen, der Schädel wies Schlagwunden auf. Ein
Aktenkoffer, in dem Frau K. Briefmarken und Münzalben aufbewahrte,
lag aufgebrochen da. 400 Euro, die - wie die Ermittler später
feststellten - von der Pensionistin Tage vorher abgehoben worden
waren, blieben verschwunden. Am Tag der Abhebung war Frau K. auch
zuletzt gesehen worden: Gemeinsam mit einem jungen Begleiter war sie
in einer Bar in Mariahilf und später in einer Discothek in Hernals.
Der Mordfall stellt die Ermittler vor ein schwieriges Problem. Obwohl
sie die letzten Stunden des Opfers genau nachvollziehen können und
der Täter Spuren in der Wohnung hinterließ, wurde er bis heute nicht
gefunden. War Frau K. die Vorliebe für junge Männer zum Verhängnis
geworden?

Die Familienbande: Oberösterreicher spurlos verschwunden

Am 14. Jänner 1998 erstatten Winfriede R. und ihr Mann
Abgängigkeitsanzeige. Ihr Sohn war aus seinem Haus in Eggelsberg in
Oberösterreich verschwunden. Den eingeschalteten Ermittlern sagte die
Ehefrau, sie vermute den Vermissten bei einer Freundin in Salzburg.
Tatsächlich tauchten schon bald Ungereimtheiten auf. Die
Mordkommission schaltete sich ein. Verdacht schöpften die Ermittler
vor allem, als das Auto des Vermissten wieder auftauchte. Eine
Hausdurchsuchung brachte sie auf die richtige Spur.

Der Fall Dostal: Verfolgungsjagd mit Todesfolge

Mittwoch, 13. Juni 1973, früher Morgen: Eine Gendarmeriestreife aus
Tribuswinkel fährt die Südautobahn entlang. Beim Baukilometer 10,2
stoppt der Fahrer plötzlich. Die Leitschiene ist verbogen, ein Krater
im Boden und Blutspuren an der Böschung sind zu sehen. Die Beamten
suchen weiter und stoßen auf grausame Spuren. Nach einiger Zeit steht
fest: Es muss ein Mensch gewesen sein, der durch eine Explosion in
Stücke gerissen wurde.
Nach mühsamen Recherchen glauben die Ermittler, den Namen des Toten
zu kennen: Richard Dvorak. Ein Freund Dvoraks soll einvernommen
werden - wie dieser Sprengstoffexperte, Karatekämpfer, Waffennarr. Er
wird zur Erhebungsabteilung der Gendarmerie in die Wiener
Rennwegkaserne gebeten. Hier beginnt an diesem Freitag, dem 22. Juni
1973, die blutige Spur, die Ernst Dostal in den folgenden Tagen rund
um Wien zieht.
Beim Verhör wird Dostal plötzlich nervös, zieht zwei Revolver und
schießt beidhändig auf die vernehmenden Beamten.
Die anschließende Verfolgungsjagd beschäftigt ganz Österreich
tagelang - bis zum Showdown in einem Haus nahe Altlengbach, wo der
mehrfache Mörder selbst von vier Kugeln getroffen stirbt.

Das "Tat-Sachen"-Team hat für seine Recherchen mit damals
ermittelnden Beamten ebenso gesprochen wie mit Bekannten der Familie
Dostal und Zeugen der spektakulären Verfolgungsjagd nach dem
mutmaßlichen Mörder Dostal.

OTS0053    2004-08-02/10:48

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