Ratzinger-Papier: Für Kärntner SPÖ-Frauen menschenverachtend

Trannacher: Unerträgliche und ewig gestrige Ansammlung von Klischees und Diskriminierungen

Klagenfurt (SP-KTN) - Die Landesvorsitzende der SPÖ-Frauen in Kärnten, Labg. Sieglinde Trannacher, bezeichnete den Inhalt des von Kardinal Ratzinger verfassten Schreibens an die katholischen Bischöfe über die "Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Kirche und der Welt" als "empörenden und unerträglichen Schritt zurück in eine längst vergangene Auffassung von Frauen- und Männerrollen." Die SPÖ-Frauen kündigten an, dass sie das Papier, das heute vom Vatikan veröffentlicht wurde, noch genauer studieren werden. "Aber schon jetzt ist klar, dass sich die Kirche mit diesem Schreiben immer mehr von den Menschen entfernt. Das Schriftstück ist für mich eine unerträgliche und ewig gestrige Ansammlung von Klischees und menschenverachtend", so Trannacher.

Neben der zu kritisierenden Rollenzuschreibung - "Frauen werden auf die Mutter- bzw. Jungfrauenrolle reduziert, während von Männern als Väter keine Rede ist" - werde auch dem Anliegen vieler Frauen, Priesterinnen werden zu wollen, eine Absage erteilt. "Auch dass vor der "Gefahr Homosexualität" und damit vor einer Gleichstellung von homo- und heterosexuellen Beziehungen gewarnt wird, ist nicht zeitgemäß, menschenverachtend und zutiefst diskriminierend", schloss Trannacher.

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